Guardiola sieht mancity-aus kommen – trotz gutem spiel

0:3 in Madrid, 0:3 im Kopf. Pep Guardiola sprach nach 90 Minuten im Bernabéu von einem „ziemlich guten Spiel“, doch die Zahlen lügen nicht: 0,59 xGoals bei 60 Prozent Ballbesitz – das ist kein Auswärtsschock, das ist ein Systemkollaps.

Valverde wirft city aus der champions league

Fede Valverde traf dreimal, bevor die Uhr auf 42 stand. Dreimal schlug Real Madrid zu, dreimal reagierte City zu langsam. Guardiola stellte mit Doku, Savinho und Semenyo eine Flügel-Tridente auf, um Madrid zu überrennen. Er lief ins offene Messer.

Die englische Presse war gnadenlos. The Telegraph sprach vom „zerschlissenen City“, Guardian vom „vernichtend gerechten Sieg“. Guardiola? „Wir sind oft in den Strafraum gekommen“, sagte er. Was er verschwieg: Dort verloren seine Spieler den Ball oder die Nerven.

Bernardo silva packt aus: „emotionen überrollten uns“

Bernardo silva packt aus: „emotionen überrollten uns“

Kapitän Bernardo Silva wählte klare Worte: „Nach dem 0:1 haben wir die Kontrolle verloren – und nie zurückgewonnen.“ Statt taktischer Klarheit folgte ein Dominoeffekt. Jede Lücke wurde bestraft, jede Zweikampfniederlage zum Konter.

Die Statistik, die niemand bei City zitiert: Real hatte sieben Torschüsse aus dem Zentrum, City zwei. Vinicius’ verschossener Elfmeter verhinderte das 4:0, doch selbst ein 0:3-Auswärtsergebnis ist in dieser Verfassung eine Befreiung, kein Aufhänger.

Rückspiel? Theoretisch möglich. Real hat in 21 Heimspielen nur zweimal mehr als ein Gegentor kassiert. City schoss in Madrid kein einziges Mal aufs Tor. Guardiola sagt: „Wir werden es versuchen.“ Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 6,4 Prozent – laut Opta-Modell. Das klingt selbst für einen Optimisten wie ihn nach Abschied.