Guardiola knackt titel-40 und jagt nun ferguson mit tempo

Pep Guardiola schmunzelte nur, als die Zahl 40 ins Wembley-Nachtlicht flackerte. Die Carabao-Cup-Finalistschaft gegen Arsenal war nicht nur ein 2:1-Sieg, sondern der 40. Titel seiner Trainerkarriere – und ein Warnschuss Richtung Sir Alex Ferguson.

Der Schotte hält seit 2013 mit 49 Pokalen den Weltrekord. Guardiola benötigte von 2008 bis heute nur 17 Saisons, um auf 40 zu kommen. Die Rechnung ist gnadenlos: bei der Pace, die der 55-Jährige seit seiner Ankunft bei Manchester City im Sommer 2016 vorlegt, könnte er Ferguson schon 2028 einholen.

Citys goldene dekade trägt seinen namen

Citys goldene dekade trägt seinen namen

19 der 40 Trophäen holte er im Etihad Stadium – inklusive des Triples 2023 aus Premier League, Champions League und FA Cup. Kein anderer Club hatte zuvor in einer Saison diese Dreifach-Krone getragen. Die Champions League war dabei mehr als ein Prestigeobjekt: sie war das Ticket, City endgültig an die Weltspitze zu katapultieren. Nur Chelsea (2012, 2021) und Paris Saint-Germain (2025) schafften im 21. Jahrhundert dasselbe.

Die Carabao Cup selbst gilt als kleinster der vier englischen Wettbewerbe. Doch nach dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid war ihr Gewinn für Guardiola ein Gegenmittel gegen die Kritik, er habe seine Mannschaft übertrainiert. „Nach zwei schwierigen Wochen war dieser Pokal besonders“, sagte er. „Heute hat niemand uns zugetraut, gegen das beste Team der Welt zu gewinnen. Aber meine Spieler haben es bewiesen.“

Mit dem fünften Ligapokal zieht Guardiola an Brian Clough, Ferguson und José Mourinho vorbei – alle blieben bei vier Erfolgen. Seit 2016 gewann er im Schnitt zwei Titel pro Spielzeit. Rechnet man die laufende Saison nicht, wäre Fergusons Rekord in vier Jahren fällig. Doch der Katalane selbst schraubt nicht an Zahlen, sondern an Zeitplänen. „Ich weiß, dass ich den Club verlassen werde, wenn diese Ära endet“, sagte er im Sommer 2024. „Aber ich werde aufhören, nicht langsamer werden.“

Der Vertrag läuft noch bis 2025. Danach will Guardiola pausieren. Bis dahin könnte die Differenz auf sieben Titel schrumpfen – die FA Cup ist im März im Viertelfinale, in der Premier League liegt City neun Punkte hinter Arsenal, hat aber ein Spiel weniger. Guardiola jagt Ferguson nicht nur mit Zahlen, sondern mit der Coolness eines Mannes, der weiß, dass jeder weitere Sieg die Legende ein Stück lauter macht. 40 Titel sind erreicht, der Countdown auf neun läuft.