Greenwood spielt marseille in den wahnsinn – 25 tore, ein skandal, ein vermögen

25 Treffer, 15 davon in der Ligue 1, und trotzdem lacht keiner im Stade Vélodrome. Mason Greenwood trägt Olympique Marseille auf seinen Schultern, während der Klub sich selbst zerlegt.

Der englische phantomtorjäger, der de zerbi hinter sich ließ

Roberto De Zerbi ist längst Geschichte, sein Schützling bleibt. Greenwood schießt, dribbelt, assistiert – und das, obwohl der italienische Ex-Coach ihn öffentlich anmotzen musste: „Arbeite für die Mannschaft, nicht nur für deine Statistik.“ Der 22-Jährige zog den Kopf ein, schlug zurück. Seitdem sind drei Spieltage vergangen, er traf zweimal. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 1,22 Tore pro 90 Minuten, er erzielt 36 % aller Marseille-Treffer. Kein anderer Stürmer in Europas Top-5-Ligen trägt so viel Last.

Doch hinter den Kulissen brodelt es. Der Bürgermeister von Marseille forderte einst seinen Rauswurf, weil Gerichtsakten über häusliche Gewalt in England noch immer nachhallen. Der Verein hielt dagegen, De Zerbi setzte sich durch. Nun ist der Trainer weg, Greenwood bleibt – und der Markt beobachtet. Sein Vertrag läuft bis 2029, die Ablöse-Klausel liegt bei 80 Millionen Euro. Ein Preis, den PSG, Liverpool und Newcastle bereits testgecheckt haben.

Baye oder beben – marseille muss sich entscheiden

Baye oder beben – marseille muss sich entscheiden

Neuer Trainer: Habib Beye, Klub-Legende, aber ohne internationale Erfahrung. Er baut auf Greenwood, aber auch auf dessen Marktwert. Denn das Budget ist klaffend. Marseille droht die UEFA-Sanktion, sollte die Quali für die Champions League platzen. Lösung: Verkauf des Top-Assets. Intern heißt es: „Für 70 Millionen plus Boni ist jeder Gesprächsbereit.“ Das wäre ein Plusgeschäft von 55 Millionen gegenüber dem damaligen Leih-Deal aus Manchester.

Greenwood selbst schweigt, lächelt nur. Nach dem 6:2 gegen Le Havre, als er vier Mal einnetzte, flüsterte er einem Mitarbeiter zu: „I love this chaos, it scores goals.“ Und er wird weiter treffen – solange der Klub ihn hält. Denn wenn der Sommer kommt, könnte sein letzter Schuss für Marseille zugleich der teuerste Transfer der Klubgeschichte sein. Die Auktion läuft bereits, die Uhr tickt. 25 Tore sind nur der Anfang.