Graz-liebenau: stadionumbau wird zur realität – kosten im rahmen!

Graz bangt nicht mehr vor einem unbezahlbaren Stadionumbau. Nach intensiver Prüfung ist klar: Das Stadion Graz-Liebenau kann modernisiert und für internationale Fußballspiele hergerichtet werden, ohne das Budget von 60 bis 70 Millionen Euro zu sprengen. Die Nachricht dürfte sowohl bei Sturm Graz als auch beim GAK für Erleichterung sorgen.

Ein kompromiss, der überzeugt

Die tiefgreifende Machbarkeitsstudie, die erst am 11. Mai offiziell von der Stadtbaudirektion abgeschlossen wird, zeigt, dass die angestrebten 20.100 Zuschauerplätze realistisch sind. Dabei wird ein Großteil der bestehenden Infrastruktur erhalten bleiben – ein cleverer Schachzug, um Kosten zu sparen und gleichzeitig eine moderne Arena zu schaffen. Die Tribünen im Norden, Osten und Süden, inklusive des Daches, sollen weiterhin genutzt werden. Kostspielige Grundstückskäufe entfallen ebenfalls.

Was bedeutet das konkret? Neunzehntausendsiebenhundert Sitzplätze werden vorhanden sein, die durch flexible Steh-/Sitzplatzlösungen auf die maximale Kapazität von 20.100 Plätzen erweitert werden können. Ein neuer Hospitality-Bereich für rund 1.700 Gäste wird das Spielerlebnis für VIP-Gäste deutlich aufwerten. Besonders spannend ist die Absenkung des Spielfeldes und der Wegfall des Stadiongrabens – Maßnahmen, die für eine deutlich bessere Atmosphäre bei den Spielen sorgen sollen.

Doch es geht um mehr als nur Sitzplätze und VIP-Bereiche. Neue Kioske, Sanitäranlagen und Gastronomiebereiche sollen für Komfort sorgen, ebenso wie eine barrierefreie Gestaltung der gesamten Anlage. Auch die Fanströme sollen optimiert werden, um Staus zu vermeiden. Moderne Medien- und Kamerabereiche sind ebenso geplant wie Schallschutzmaßnahmen und eine umfassende Erneuerung der technischen Infrastruktur.

Die Entscheidung ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen und Abstimmungen mit allen Beteiligten – SK Sturm, GAK, Stadt Graz, Land Steiermark und externen Fachkonsulenten. „Das ist das, was für uns machbar ist“, betonte KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr. Jetzt gilt es, ein solides Betriebskonzept zu entwickeln und das Land Steiermark an Bord zu holen.

Die ursprüngliche Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 hatte einen deutlich umfangreicheren Vollausbau mit rund 23.000 Zuschauern und einer Kostensteigerung von über 100 Millionen Euro vorgesehen. Die aktuelle Studie zeigt, dass ein intelligenter Kompromiss möglich ist, der die Bedürfnisse der Vereine und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt berücksichtigt.

Die nächsten Schritte umfassen die Erarbeitung eines detaillierten Planungsbeschlusses für Herbst 2026, der die wirtschaftlichen Grundlagen für ein nachhaltiges Betriebskonzept festlegt. Die Stadt Graz hat nun die Chance, ein modernes und zukunftsorientiertes Fußballstadion zu schaffen, das die Stadt würdig repräsentiert und die Faszination des Fußballs für die Grazer lebendig hält.

Ein sprung nach vorn für die steirische hauptstadt

Ein sprung nach vorn für die steirische hauptstadt

Die Entscheidung für den Stadionumbau ist mehr als nur eine Investition in Sportinfrastruktur. Sie ist ein Signal für die Entwicklung der Stadt Graz und ein Beweis für die Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren. Mit einem modernen Stadion, das den Anforderungen des internationalen Fußballs entspricht, kann die Stadt Graz ihre Attraktivität als Sportstandort steigern und neue Impulse für den Tourismus setzen. Die Zeit für zögerliches Abwarten ist vorbei – die Arena von Graz wird zum Herzschlag der steirischen Fußballszene.