Granada im schock: doppelte rote karte und unsportliches verhalten!
Ein Sieg im Abstiegskampf, der einem fast schon peinlich ist: Granada bezwang die Cultural Leonesa, doch der Preis dafür war hoch. Zwei Platzverweise und ein regelrechtes Affront gegenüber dem Schiedsrichtergespann lassen den Sieg im bitteren Nachgeschmack zurück.

Diallos platzverweis – und dann das unfassbare
Schon der erste Platzverweis für Diallo in der 64. Minute war ärgerlich, doch was dann im Nachschuss geschah, übertraf alles bisher Dagewesene. Jorge Pascual, ebenfalls vom Granada, erhielt in der Nachspielzeit die rote Karte – und das aufgrund eines unsportlichen Verhaltens, das kaum zu überbieten ist. Die Fans waren fassungslos, Pacheta, der Trainer, sprach von blankem Unglauben.
Laut dem offiziellen Schiedsrichterprotokoll soll Pascual sich in einer Situation der Unzufriedenheit gegenüber dem Assistenten mit den Worten „Puto bigotes“ geäußert haben, während er gleichzeitig mit dem Finger auf seine Oberlippe deutete, um ein Schnurrbart zu imitieren. Eine verdrehte Geste und eine unbedachte Wortwahl, die nun gravierende Konsequenzen haben werden.
Die Strafe wird empfindlich. Es ist davon auszugehen, dass der Komitee de Competición, das zuständige Gremium für Wettbewerbsangelegenheiten, eine harte Strafe verhängen wird. Statt einer normalen Sperre für ein Spiel droht Pascual eine Suspendierung von zwei bis sechs Begegnungen, wobei die Bewertung des Ausmaßes der Missachtung entscheidend sein wird. Ein Schlag ins Gesicht für den Verein und eine unnötige Belastung für den bereits angeschlagenen Kader.
Für Granada bedeutet dies, dass Diallo und Pascual am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel gegen Albacete nicht zum Einsatz kommen werden. Ob sich der Sieg gegen Leonesa angesichts dieser Personalrochade überhaupt gelohnt hat, sei mal dahingestellt.
Die Taktik des Trainers muss nun neu bewertet werden, und es wird spannend sein, wie Granada diese Situation meistern wird. Es bleibt zu hoffen, dass aus dieser unglücklichen Situation eine Lektion gelernt wird und der Verein in Zukunft disziplinierter agiert. Denn so ein Sieg, errungen unter solch fragwürdigen Umständen, ist letztlich kein echter Triumph.
