Gramellini schart padellaro & co: la7 holt 1,3 mio. vor sanremo zurück

Massimo Gramellini wirft heute um 20.30 Uhr den zweiten Punch nach Sanremo-Woche: Elly Schlein, Antonio Padellaro, Alessandro Sallusti und Verfassungsprofessor Enrico Grosso teilen sich die rote Couch – und sollen die 1,29 Millionen Zuschauer von letzter Woche noch einmal nach La7 lotsen.

Warum diese runde zahl gefährlich wird

Warum diese runde zahl gefährlich wird

1.293.000 Menschen schalteten am 7. März ein, als „In altre parole“ gegen Sanremo Top und C’è posta per te antrat. Die Quote: 7,1 % in Teil eins, 5,1 % in Teil zwei. Das klingt nach Nische, ist aber ein Warnschuss für Rai 1 und Canale 5 – denn die Musikshow kostete Millionen, Gramellini nur ein paar Kugelschreiber und vier Stühle. Heute erhöht La7 den Einsatz: Schlein liefert Sozialdemokratie-Frische, Padellaro den satirischen Gegenpol, Sallusti und Grosso debattieren über das Referendum zur Justizreform am 22./23. März. Das Thema könnte 15 Millionen Wähler mobilisieren – und damit direkt in die Sendung laufen.

Der Dreikampf der Giganten bleibt offen. Während Rai 1 mit Gassmanns Serie Guerrieri – La regola dell’equilibrio wirbt und Canale 5 weitere Post-Fans lockt, setzt La7 auf Stefano Massini. Der Dramatiker bringt sein Buch Lo Zar mit – eine Reise durch Putins Machtmechanismen. Zwischen Mannocchis Kriegsreportage und Rodrigo D’Erasmos Theaterpremiere Crescere, la guerra bekommt das Publikum eine Kultur-Dusche statt Schlager-Seife.

Die wirkliche Waffe ist aber die Stabilität. Gustavo Zagrebelsky schließt mit seiner Kolumne Il Perplesso ab, Alessandra Sardoni liefert den politischen Kommentar, Giovanna Botteri das Weltgeschehen – und Saverio Raimondo die Satire, bevor die Credits laufen. Ein festes Cast, das keine Promo braucht, sondern Stammkundschaft. Wenn die Zahlen heute wieder nach oben schnellen, schlägt La7 nicht nur Sanremo, sondern auch die These, dass nur Show große Quoten bringt.