Goretzka trifft zum 102! bayern pulverisiert 54 jahre alten torrekord
Es war die 53. Minute im Millerntor-Stadion, als Leon Goretzka die Kugel mit dem Spann in die Maschen drosch – und damit die 54 Jahre alte Bestmarke des FC Bayern in Luft auflöste. 102 Tore nach 29 Spieltagen, keine deutsche Mannschaft war je so effizient.
Hoeneß wollte kane, kriegte goretzka
Uli Hoeneß hatte sich den englischen Kapitän als Rekordkracher gewünscht. „Er hat es verdient“, sagte der Ehrenpräsident noch vor Anpfiff. Doch der Fußball schreibt seine eigenen Drehbücher. Goretzkas Linksausleger war nicht nur ein Tor, es war ein Statement: Der Rekord ist nicht das Werk eines einzelnen Torjägers, sondern kollektiver Gier.
Die Zahlen sind schon jetzt absurd. Bayern trafen in jedem Pflichtspiel dieser Saison – 29 Bundesligaspiele, zwölf Champions-League-Partien, drei Pokalduelle. Null Nullnummern. Das ist keine Phase, das ist ein Statement über Dauer.

Gerd müllers 40-tore-saison rückt in reichweite
Harry Kane steht bei 31 Treffern, fünf Spieltage bleiben. Der Weltmeister von 1972 hatte 40 Tore erzielt, damals in 34 Spielen. Kane bräuchte zwei Hattricks, ein Doppelpack und ein einzelnes Tor. Viel? Für einen, der in London schon 30-Tore-Saisons ablieferte, ist das keine Fantasie, sondern eine Frage der taktischen Großzügigkeit seiner Mitspieler.
Die Historie ist übrigens ironisch: 1971/72 erzielte Franz Beckenbauer den 101. Treffer, Hoeneß selbst traf 13-mal. Nun also Goretzka – ein Mittelfeldspieler, der in der Box auftaucht wie ein Geist, den niemand bestellt hat, aber alle brauchen.
Der FC St. Pauli wurde zur Fußnote in einer Nacht, in der selbst das Millerntor den Gegner feierte. Nach dem Schlusspfiff applaudierten die Kiez-Fans, weil sie Zeugen wurden – nicht einer Niederlage, sondern eines Stücks Bundesliga-Evolution.
