Goretzka schießt rekordtor – abschied von münchen mit glanz!

Ein Fußballabend wie aus dem Bilderbuch: Leon Goretzka hat beim 5:0-Sieg des FC Bayern gegen St. Pauli nicht nur ein Tor erzielt, sondern gleichzeitig den Bundesliga-Rekord für die meisten Saisontore der Münchner gebrochen. Der Abschied im Sommer wird schmerzlich, doch am Samstagabend stand die Freude im Vordergrund – ein würdiger Abgang für eine Bayern-Legende.

Die umarmung mit kane: ein zeichen des respekts

Goretzka wirkte nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert und überwältigt. Die emotionale Reaktion, als ihm der Ball, mit dem er den Rekordtoren schoss, überreicht wurde, sprach Bände. Ein Kuss auf den Ball und ein Hochheben in die Luft – fast schon kitschig, aber in diesem Moment absolut angemessen. Besonders hervorzuheben ist die herzliche Umarmung von Harry Kane, ein deutliches Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für Goretzkas Leistungen in München.

Auch Konrad Laimer zeigte seine Anerkennung mit einem Schulterklopfen, bevor Goretzka sich den mitgereisten Bayern-Fans widmete. Die jubelnde Menge feierte ihren Helden, der mit seinem Tor nicht nur einen Rekord gebrochen, sondern auch die Hoffnung auf das Triple am Leben erhielt.

„Der ball wurde mir einfach in die hand gedrückt“

„Der ball wurde mir einfach in die hand gedrückt“

Goretzka selbst wirkte im Mixed Zone sichtlich überrascht von der Situation. „Der Ball wurde mir auf dem Feld in die Hand gedrückt. Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm und musste mir erklären lassen, was das für ein Rekord ist. Es ist eine schöne Sache und sie spiegelt wider, was wir für eine außergewöhnliche Saison spielen“, so der Bochumer. Er musste sogar eine Rede in der Kabine halten, in der er sich bei Kane, Olise und Díaz für ihre entscheidende Rolle bedankte.

Das Trio Kane, Olise und Díaz dominierte die Torschützenliste der Bundesliga mit insgesamt 58 Treffern, wobei Kane mit beeindruckenden 31 Toren glänzte. Doch es war Goretzka, der den historischen Moment besiegelte.

„Mir bedeutet es nicht viel“, gab Goretzka bescheiden zu. „Ich habe mich mal mit dem schnellsten Eigentor in die Bundesliga in die Geschichtsbücher eintragen lassen. Von daher ist es eine ganz gute Korrektur, dort mit einem anderen Rekord zu erscheinen.“

Eberl: „schön, dass er ihn gebrochen hat“

Eberl: „schön, dass er ihn gebrochen hat“

Während Goretzka von den Reportern umzingelt war, hatte Sportvorstand Max Eberl noch keine Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. „Er wird von einem zum anderen gereicht, weil er den Rekord gebrochen hat“, kommentierte Eberl. „Aber es ist schön, dass er ihn gebrochen hat. Und das ist genau die Geschichte, die wir haben als Gruppe, zusammenzustehen.“

Im Sommer wird Goretzka eine neue Herausforderung suchen, während der FC Bayern sich bereits von ihm verabschiedet. Doch bis dahin kann man sich noch auf seine Leistungen verlassen. „Er hat sich im Winter entschieden zu bleiben – sehr richtig und sehr glücklich für uns – jetzt hat er den Torrekord gebrochen, Jamal Musiala hat ihn eingestellt. Dementsprechend ist es wunderschön für ihn und wir wollen weiter machen“, so Eberl zufriedenstellend.

Champions-league-finale im blick: goretzka meldet ambitionen an

Goretzka richtete seinen Blick nach vorne und machte deutlich, dass sein Fokus voll und ganz auf dem restlichen Saisonverlauf liegt. Ein Schaulaufen? Auf keinen Fall! Das Triple scheint plötzlich greifbar, zumindest die Meisterschaft ist den Münchnern nur noch eine Formsache. Für das wegweisende Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen RealMadrid (Mittwoch, 21 Uhr im LIVETICKER) meldete Goretzka im Sky-Interview Startelfambitionen an: „Klar. Ich habe immer den Anspruch von Anfang zu spielen.“

Obwohl Aleksandar Pavlovic wohl den Vorzug erhalten wird, ist Goretzka bereit, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. „Trotzdem glaube ich fest daran – so wie jeder in unserer Mannschaft – dass ich meinen Teil erledigen muss. Das kann auch mal eine halbe Stunde am Ende sein, oder womöglich eine Verlängerung. Wir werden alle an dem Tag bereit sein.“

Thomas Müller fasst es treffend zusammen: Goretzka ist ein Vorbild für viele, der stets für seine Chance kämpft und alles für den Verein gibt. Sein Abschied wird ein Verlust sein, aber die Erinnerung an seine Leistungen und seinen Einsatz wird in München lange nachwirken.