Goretzka rächt eigentor-debakel mit rekordtor!

München. Leon Goretzka hat nicht nur beim 5:0-Erfolg des FC Bayern gegen den Hamburger SV für den historischen Rekordtreffer gesorgt, sondern auch eine lange bittere Vergangenheit ausgemerzt. Der Abschiedstorschütze der Bayern brillierte und schrieb damit eine überraschende Geschichte – und das unmittelbar nach einem Kapitel, das er am liebsten vergessen hätte.

Ein kurzes déjà-vu, dann purer jubel

Ein kurzes déjà-vu, dann purer jubel

Nur wenige wussten, dass Goretzka nach seinem 102. Saisontor für den FC Bayern, das gleichzeitig den fast 54 Jahre alten Bundesliga-Torrekord des Teams unter Vincent Kompany unterstrich, zunächst an einen seiner peinlichsten Momente seiner Karriere dachte. „Ich erinnere mich noch gut an das frühere Missgeschick“, grinste der Nationalspieler, „als ich in Augsburg in nur 13 Sekunden das schnellste Eigentor der Bundesliga erzielte. Da ist es jetzt vielleicht eine ganz gute Korrektur.“ Die Saison 2018/19 wird für den gebürtigen Bochumer wohl immer mit diesem unglücklichen Moment verbunden sein.

Die Freude über den neuen Rekord war jedoch ungetrübt. Kompany schwärmte von der Leistung seiner Mannschaft: „Es ist unheimlich schwer, bei Bayern München einen Rekord aufzustellen. Es ist fast unmöglich! Und wenn man einen Torrekord schafft, dann ist das ein tolles Zeichen für die Jungs.“ Die Bayern haben damit bewiesen, dass sie auch kurz vor dem wichtigen Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in Topform sind.

Joshua Kimmich unterstrich die Bedeutung Goretzkas jenseits des Tores: „Er ist ein Vorbild für viele Spieler und Menschen. Er lebt vor, dass es sich immer lohnt, für seine Chance zu kämpfen. Deshalb freue ich mich sehr für ihn.“ Obwohl Goretzka im Hinspiel in Madrid nur kurz eingesetzt wurde, zeigt er mit seiner Leistung, dass er auch in einer unterstützenden Rolle wertvoll ist.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 102 Saisontore – eine Leistung, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht und die die Dominanz des FC Bayern unterstreicht. Goretzkas Tor war dabei nicht nur ein Rekord, sondern auch ein symbolischer Akt der Wiedergutmachung – ein Beweis dafür, dass auch aus Fehlern Größe entstehen kann.