Gonzalo garcía trägt kapitänsbinde: spaniens u21 jagt nächsten em-schritt gegen zypern
Lárnaca ist bereit, La Rojita auch. Spanien U21 spielt am Freitag (16.00 Uhr) gegen Zypern, und plötzlich steht ein neuer Name im Mittelpunkt: Gonzalo García. Der Stürmer von Real Madrid war bisher fünfmal dabei, zweimal Kapitän, dreimal erfolgreich – jetzt soll er die Lücke nach der Verletzung von Jesús Rodríguez füllen. Kein Test, kein Freundschaftsspiel. Es geht um den Gruppensieg und um das Ticket für die EM 2027.
Gonzalo garcía: vom ersten hattrick zum neuen kompass
David Gordo erinnert sich gern an sein Debüt. 3:0 gegen Zypern, vor drei Monaten. Damals begann seine Amtszeit, heute soll sie Fahrt aufnehmen. „Der Junge ist kein Ersatz, er ist die nächste Stufe“, sagt der Trainer über García. Die Zahlen sprechen für ihn: 327 Minuten in der Quali, drei Tore, eine direkt beteiligte Punkteausbeute von 60 Prozent. Kein anderer Feldspieler der spanischen Auswahl kam in dieser Saison häufiger zum Einsatz – nur hinter LaLiga liegt die U21-Kampagne auf Rang zwei seiner persönlichen Spielzeitstatistik.
García selbst spielt das Erfolgsrezept herunter. „Kapuze auf, Kopf runter, arbeiten“, sagt er nach dem Abschlusstraining im AEK-Arena-Stadion. Dabei wissen alle, dass der 20-Jährige in Madrid gerade erst Tore drei, vier und fünf in einem einzigen Spiel geschossen hat. Ein Torhüter-Poker gegen Rayo Vallecano B, der ihm die Tageszeitungen einbrachte und den Instagram-Algorithmus über Nacht resettete.

Finnland lauert – deshalb darf kein punktfolgen
Die Gruppe ist offener, als der Vier-Punkte-Abstand vermuten lässt. Finnland gewann zuletzt 2:0 gegen Kosovo und schob sich auf Rang zwei. Spanien hat zwar ein Spiel weniger, aber bei einer Niederlage am Freitag schrumpft der Puffer auf einen einzigen Zähler. „Wir reden nicht über September, wir reden über Samstag“, betont Gordo. Er will den Blick auf das Duell mit Kosovo in Alcalá de Henares erst dann öffnen, wenn der Ball in Lárnaca rollt.
Seine Analyse klingt wie eine Warnung. Zypern steht tief, schaltet schnell um, hat in den letzten beiden Spielen nur ein Gegentor kassiert. „Wenn wir denken, dass sie nur verteidigen kommen, laufen wir in die Falle“, sagt der Trainer. Die Lösung: frühes Pressing, schnelle Seitenwechsel, García als vertikale Spitze zwischen die Innenverteidiger. Die Marschroute steht, die Spieler sind heiß.
Am Ende zählt nur eins: zwei Siege in dieser Doppelrunde würden Spanien vorzeitig in die EM-Endrunde schießen. García weiß, dass seine Uhr in der U21 langsam tickt. Ein weiterer Treffer gegen Zypern, und er überholt mit vier Toren den bisher besten Schützen der Gruppe. Keine Frage, kein Soll. Fakt: La Rojita will nach vorne, und Lárnaca ist der erste Schritt auf dem Weg nach Israel.
