Gómez: vom münchner star zum red bull strippenzieher
Mario Gómez, einst gefeierter Stürmer beim FC Bayern München, hat ein neues Kapitel in seiner Karriere aufgeschlagen – und es hat wenig mit dem Rasen zu tun. Der Angreifer, der in München zu einer Legende wurde und mit Lewandowski um die Torjägerkrone kämpfte, agiert nun hinter den Kulissen im Red Bull Imperium.
Ein traum von madrid blieb unerfüllt
Die Geschichte von Mario Gómez ist auch eine Geschichte von verpassten Gelegenheiten. 2013 stand der damals aufstrebende Stürmer kurz vor einem Wechsel zum Real Madrid. Carlo Ancelotti, der Trainer der Königlichen, drängte auf seine Verpflichtung, doch Gómez entschied sich stattdessen für einen Transfer nach Florenz. „Es war eine Ehre, dass meine Familie, die glühende Real-Madrid-Fans sind, so begeistert war. Ich habe meinem Berater gesagt, dass ich nur nach Florenz will“, erklärte er später. Ein Traum, den sich viele Fußballer wünschen, zerplatzte für Gómez.
Seine Zeit in München war geprägt von Erfolgen: Champions-League-Titel, Supercups und deutsche Meisterschaften zieren seine Bilanz. Doch auch sein Torinstinkt war beispiellos. Allein in der Saison 2010/2011 traf er 28 Mal in der Bundesliga und wurde damit Torschützenkönig. Eine Leistung, die in der deutschen Fußballgeschichte kaum zu übertreffen ist.

Von der spitze ins management
Das Rampenlicht des Profifußballs hat Gómez hinter sich gelassen, aber die Leidenschaft für den Sport ist ungebrochen. Nach Stationen bei Besiktas Istanbul und dem VfB Stuttgart, wo er den Aufstieg in die Bundesliga feierte, hat er sich nun im Red Bull Konzern eine neue Bestimmung gefunden. Als technischer Assistent arbeitet er eng mit den verschiedenen Teams der Organisation zusammen – vom RB Leipzig über die New York Red Bulls bis hin zu Red Bull Bragantino.
Seine Aufgabe ist es, die strategische Ausrichtung der Clubs zu unterstützen, Talente zu identifizieren und die Verbindung zwischen den verschiedenen Teams zu stärken. Ein Umfeld, das er bis mindestens 2028 prägen wird. Und wer hätte gedacht, dass der Mann, der vom Publikum in Braunschweig einst mit den unflätigsten Beschimpfungen bedacht wurde, nun eine so einflussreiche Rolle im globalen Fußball übernimmt? Die Ironie des Schicksals ist kaum zu übersehen.
Gómez' Engagement bei Red Bull ist mehr als nur ein Job – es ist eine Berufung. Ein Mann, der das Fußballfieber zu spüren glaubt und nun versucht, dieses Gefühl weiterzugeben, wenn auch aus einer anderen Perspektive. Die Zukunft wird zeigen, ob er in seiner neuen Rolle die gleichen Erfolge feiern kann wie einst auf dem Spielfeld.
