Golf-revolution gescheitert: saudi-arabien zieht liv-stecker!
Ein Erdbeben erschüttert die Golfwelt: Der saudi-arabische Staatsfonds PIF zieht die Finanzierung der LIV Golf League ab. Nach einer milliardenschweren Investition scheitert das ambitionierte Projekt, die Sportart grundlegend zu verändern, an den wirtschaftlichen Realitäten. Die Folgen sind enorm: Top-Stars wie Bryson DeChambeau und Jon Rahm stehen vor der ungewissen Zukunft und suchen nun die Rückkehr in die etablierten Touren.
Die fünf milliarden sind verpufft
Über fünf Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Euro) hat der PIF allein zwischen 2022 und 2025 in die LIV Golf League gepumpt – ein astronomischer Betrag, der darauf abzielte, den Golfsport neu zu definieren. Doch die Bilanz ist desolat: Allein 2024 wurden im Ausland Nettoverluste von 462 Millionen US-Dollar (397 Millionen Euro) verbucht, was einen kumulierten Verlust von über 1,1 Milliarden US-Dollar (946 Millionen Euro) seit der Gründung ergibt. Der Versuch, den Golfsport mit Team-Franchises zu revolutionieren – eine Idee, die an die großen amerikanischen Sportligen erinnern sollte – scheiterte kläglich. Die wenigsten Fans kannten die Namen der 13 Teams, und auch die Verkürzung des Spielformats auf 54 Löcher (daher der Name LIV) konnte das Interesse der Fernsehsender nicht wecken.

Rückreise der stars? nur mit bedingungen
Die Abkehr des PIF bedeutet, dass die LIV Golf League ohne die massive Finanzierung kaum überlebensfähig ist. Zahlreiche Spieler, darunter Bryson DeChambeau, Brooks Koepka, Phil Mickelson, Cameron Smith und der neueste Superstar Jon Rahm, wurden mit mehrstelligen Millionenverträgen angelockt. Yasir Al-Rumayyan, der Chef des PIF, der maßgeblich an der Gründung der Liga beteiligt war, ist nicht mehr im Verwaltungsrat vertreten. Nun müssen neue Investoren gefunden werden – ein Unterfangen, das angesichts der hohen Verluste als äußerst schwierig gilt.
Die Tür für eine Rückkehr zu PGA Tour und European Tour steht nun offen, aber der Weg dorthin ist mit Hürden verbunden. Bereits Koepka kehrte zurück, musste dafür aber einen hohen Preis zahlen: Verzicht auf Aktienoptionen im PGA Tour, eine Spende von 5 Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke und keine Bonuszahlungen in diesem Jahr. Ähnliche, wenn nicht sogar noch strengere Bedingungen werden für Rahm, DeChambeau und Smith erwartet. Die Spieler, die den PGA Tour zuvor sogar verklagt hatten, stehen nun vor der Realität, dass ihre kostspieligen Experimente gescheitert sind.

Mehr als nur golf: eine geopolitische schachfigur
Die LIV Golf League war mehr als nur ein sportliches Experiment. Sie war ein Teil der geopolitischen Strategie Saudi-Arabiens, durch Investitionen in Sportveranstaltungen sein Image aufzupolieren. Doch die gescheiterte Revolution im Golfsport wirft Fragen auf: Wie wird der PIF mit anderen milliardenschweren Investitionen in Sport, von Fußball bis Tennis, verfahren? Die Antwort des PIF ist eindeutig: Nur wenn die Investitionen profitabel sind, werden sie fortgesetzt. Die Lage ist angespannt, und der Nahostkonflikt, insbesondere die Spannungen im Hormus-Strait, könnten weitere Auswirkungen auf die Sportfinanzierung haben. Die fünf Milliarden US-Dollar sind verloren, und die Golfwelt steht vor einem Neuanfang – ohne die saudische Milliardärs-Unterstützung.
