Fuwo kehrt zurück: berliner fußballfans retten traditionszeitung!

Berlin bebt! Nach über hundert Jahren Funkstille soll die „FuWo“, die legendäre Fußball-Woche, wieder auferstehen. Peer Hempel, Tino Loest und Kilian Depuhl – Namen, die in Fußballkreisen zunehmend Gewicht haben – bringen die Traditionszeitung mit einer gewaltigen Crowdfunding-Kampagne zurück ins Rampenlicht. Es ist eine Crowdfunding-Aktion, die mehr als nur eine Finanzierung darstellt: Sie ist eine Liebeserklärung an den Berliner und brandenburgischen Fußball.

Die fans sind gefragt: wie funktioniert das modell?

„Die FuWo gehört uns nicht allein“, betonte Initiator Tino Loest bei der Pressekonferenz. Und damit ist der Nagel auf den Kopf getroffen. Die Gründer verstehen es als ihre Aufgabe, die Fans aktiv in die Wiederbelebung einzubeziehen. Das Crowdfunding auf www.startnext.com/fuwo ist dabei nicht nur eine Möglichkeit, Geld zu spenden, sondern auch, Teil der FuWo-Familie zu werden. Für vergleichsweise kleine Beträge – 10 Euro für ein exklusives Stickerset, 5.000 Euro für den Status des „Spielmachers“ – können Unterstützer direkt das Comeback der Zeitung mitgestalten.

100.000 Euro für Legendenstatus – das ist das Ziel, und wer diesen Betrag spendet, wird zum „Club der Retter“ erhoben, einer exklusiven Gemeinschaft, die mit dem Titel „Legende“ geehrt wird. Eine Summe, die mehr als nur eine Spende ist, sondern eine Investition in die Geschichte des Berliner Fußballs.

Mehr als nur print: digitaler fokus und sonderhefte

Mehr als nur print: digitaler fokus und sonderhefte

Die FuWo verschwand 2025 aus ökonomischen Gründen, ein trauriger Tag für alle, die sich an die ausführlichen Berichte über alle Spielklassen erinnern. Von der Bundesliga bis zu den Amateur- und Jugendligen – die Fachzeitung war stets präsent. Diese Tradition soll nun wieder aufgenommen werden, allerdings mit einem klaren Fokus auf digitale Angebote und Social Media. „Die Regionalliga ist unsere Bundesliga“, so Loest, und dieser Kern wird bewahrt. Aber auch Print-Fans kommen nicht zu kurz: Erste Sonderhefte zum Saisonstart im Sommer, sowohl für den Männer- als auch für den Frauenfußball, sind bereits geplant. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das zeigt, dass der Berliner Fußball noch lange nicht am Ende seiner Geschichte angelangt ist.

Die FuWo war über Jahrzehnte ein Spiegelbild der lokalen Fußballszene. Doch nun liegt es an den Fans, die Zukunft zu gestalten. Die Crowdfunding-Kampagne ist nicht nur ein finanzielles Unterfangen, sondern ein Aufruf zur aktiven Beteiligung. Die Frage ist nicht, ob die FuWo zurückkommt, sondern wie wir alle gemeinsam ihren Neustart feiern können.