Godon schlägt evenepoel um zentimeter – katalonien explodiert
Ein Hauch von nichts. Dorian Godon hat die erste Etappe der Katalonien-Rundfahrt 2026 gewonnen – und Remco evenepoel darf sich fragen, wie viele Zentimeter eigentlich ein Rennen von 172,8 Kilometern entscheiden dürfen. Die Antwort: offenbar genau diese hier, auf der Ziellinie in Sant Feliu de Guíxols.
Godon schlägt zu, evenepoel greift ins leere
Der Franzose vom Team Ineos Grenadiers setzte sich in einem packendenSprintfinale gegen den Belgier durch und übernahm damit sofort die Gesamtführung der Rundfahrt. Evenepoel, der für Red Bull-Bora-hansgrohe als einer der Topfavoriten auf den Gesamtsieg gilt, war nah dran. Sehr nah. Aber nah reicht im Radsport bekanntlich nicht.
Dritter wurde Thomas Pidcock vom Q36.5 Pro Cycling Team – derselbe Pidcock, der bei Mailand-Sanremo nur Tadej Pogacar den Vortritt lassen musste. Eine Formkurve, die Respekt einflößt.

Was dieser sprint über das gesamtrennen verrät
Man sollte Godons Sieg nicht kleinreden. Ineos Grenadiers hat in dieser Saison einen Hunger gezeigt, der in den vergangenen Jahren nicht immer zu spüren war. Und ein Franzose, der Evenepoel im Sprint schlägt – das ist keine Randnotiz, das ist eine Ansage.
Für Evenepoel hingegen beginnt die Jagd auf Jonas Vingegaard mit einem kleinen, aber spürbaren Stich. Das Red-Bull-Team setzt in Katalonien auf ihn und auf Florian Lipowitz – das Duo soll die Rundfahrt kontrollieren. Der Auftakt zeigt: Kontrolle ist eine Sache, Sprints sind eine andere.
Die nächsten Etappen werden zeigen, ob Godon das Leadertrikot verteidigen kann oder ob es nur ein schöner Moment in Sant Feliu de Guíxols bleibt. Evenepoel jedenfalls hat noch viele Gelegenheiten, diese Zentimeter zurückzuholen – und er ist nicht der Typ, der sie ungenutzt lässt.
