Gladbach patzt! heidenheim nimmt überraschend punktemacht mit
Borussia Mönchengladbach hat es verpasst, den dritten Heimsieg in Serie einzufahren und damit einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Das 2:2 gegen den vermeintlich chancenlosen 1. FC Heidenheim wirft Fragen auf und lässt die Fohlen in einer schwierigen Situation zurück.
Ein fehlstart und eine verpasste chance
Die Anfangsphase deutete auf einen klaren Gladbacher Sieg hin. Der erst 17-jährige Wael Mohya brachte die Borussia in der 16. Minute in Führung, ein Treffer, der Hoffnung auf einen routinierten Heimsieg weckte. Doch Heidenheim versteckte sich nicht und zeigte eine bemerkenswerte Moral. Patrick Mainka glich nur zehn Minuten später aus, ein Weckruf für die Gladbacher, der offenbar zu spät kam.
Trainer Eugen Polanski hatte auf die Dienste von Top-Torjäger Haris Tabakovic verzichtet, der nach der anstrengenden WM-Qualifikation mit Bosnien und Herzegowina eine Pause benötigte. Ein riskantes Spiel, das sich nun als fatal erweisen könnte. Die Gladbacher versuchten zwar, die Kontrolle über das Spiel zu behalten, doch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff war offensichtlich.
Marnon Busch sorgte in der 64. Minute dann für die überraschende Führung der Gäste. Die Stimmung im Stadion verschlechterte sich merklich, die Unzufriedenheit der Fans war spürbar. Erst der späte Treffer von Franck Honorat sorgte für den Ausgleich, doch der schmeichelhafte Punktgewinn für Heidenheim unterstrich die Probleme der Gladbacher.

Die abwehr um mainka hält stand
Was auffällt: Die Heidenheimer Defensive, angeführt vom erfahrenen Kapitän Mainka, hielt dem Gladbacher Druck stand. Sie nutzten geschickt die Unkonstanz der Gastgeber aus und zeigten, dass man auch als Abstiegskandidat mit Leidenschaft und taktischer Disziplin bestehen kann. Die Tatsache, dass Heidenheim nach 15 Ligaspielen in Folge endlich einen Punkt holte, spricht Bände.
Die Fohlen stehen nun vor einer schwierigen Aufgabe. Sollten am Sonntag weitere Punkte verloren gehen, könnte der Abstand zum Relegationsplatz auf nur noch drei Punkte schrumpfen. Das wäre ein Alarmsignal und würde die Verantwortlichen zu drastischen Maßnahmen zwingen. Ob Polanski die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zieht, wird sich zeigen.
Die Partie offenbarte eine klare Schwäche der Gladbacher: Sie sind nicht in der Lage, ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzuwandeln. Das Fehlen von Haris Tabakovic war spürbar, aber auch die anderen Offensivspieler konnten nicht überzeugen. Die Abwehr wirkte zudem anfällig und ließ Heidenheim zu viele Chancen zu. Es bleibt abzuwarten, ob die Borussia ihre Hausaufgaben macht und die nächsten Spiele erfolgreicher gestaltet.