Gladbach am abgrund: star-verkäufe drohen – schröder im finanziellen notstand!
Borussia Mönchengladbach steht vor einem dramatischen Kader-Umbruch, der von einer alarmierenden finanziellen Lage verschärft wird. Sportdirektor Rouven Schröder muss mit gerade mal fünf Millionen Euro Augenmaß beweisen, um den dringend benötigten Neuzugängen im Sommer überhaupt eine Chance zu geben – ein Budget, das kaum ausreicht, um den Abstiegskampf zu bestreiten, geschweige denn die Zukunft zu planen.

Die reitz-ablöse: ein tropfen auf den heißen stein
Die 20-Millionen-Euro-Ablöse für Rocco Reitz, die zu RB Leipzig transferierte, floss fast vollständig in die Konsolidierung des Klubs. Ein Teufelskreis, der nun weitere, schmerzhafte Verkäufe unumgänglich macht. Es heißt, dass mehr als die Hälfte des 33-Mann-Kaders, inklusive der verliehenen Spieler, auf der Verkaufsliste steht – ein erschreckendes Szenario für die Anhänger des Fohlenclubs.
Das eigentliche Problem: Keine Spieler wollen weg. Während die finanzielle Notlage offensichtlich ist, haben bislang keine der vermeintlichen Stars aktiv einen Wechselwunsch geäußert. Das macht die Situation für Schröder umso schwieriger, denn ohne Spieler, die den Verein verlassen wollen, gestaltet sich der Verkaufsprozess nahezu unmöglich.
Moritz Nicolas, der Torwart mit einer Ausstiegsklausel ab zehn Millionen Euro, könnte ein Lichtblick sein, doch Gladbach plant eigentlich mit ihm für die Zukunft. Ein ähnliches Dilemma gilt für das Youngster-Talent Wael Mohya, dessen Marktwert bereits auf zehn Millionen Euro gestiegen ist, obwohl er erst in den kommenden Jahren sein volles Potenzial entfalten soll. Die Realität sieht jedoch vor, ihn bald für ein Vielfaches abzugeben, um die dringend benötigten Einnahmen zu generieren.
Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Spieler wie Nico Elvedi und Joe Scally träumen schon lange von einem Wechsel zu einem Top-Klub, können aber keine adäquaten Angebote vorweisen. Franck Honorat, der Champions-League-Ambitionen äußerte, befindet sich ebenfalls in einer Zwangslage. Und was ist mit den Top-Verdienern? Florian Neuhaus, Kevin Stöger, Giovanni Reyna und sogar Jonas Omlin, der aktuell an Bayer Leverkusen ausgeliehen ist, müssten bei einem Wechsel wohl Gehaltseinbußen hinnehmen – ein weiterer Faktor, der die Verhandlungen erschwert.
CEO Stefan Stegemann hat bereits deutlich gemacht, dass eine Reduzierung der Gehaltsstruktur unerlässlich ist. Und während Jens Castrop als Reitz-Nachfolger im Mittelfeld und Kevin Diks als Abwehrchef Hoffnung geben, liegt die größte Zukunftswette auf Wael Mohya. Tim Kleindienst soll nach Ansicht des Vereins wieder zu Top-Niveau zurückfinden. Die Leihe von Haris Tabakovic und Yannik Engelhardt zu fest verpflichten? Ein Luxus, den sich Gladbach aktuell schlichtweg nicht leisten kann.
Die Verkaufs-Klemme schließt sich um Borussia Mönchengladbach. Ob Schröder es schafft, aus dieser misslichen Lage einen Weg herauszufinden, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.
