Gislason-entscheidung: dhb vor richtungsweisendem sommer!
Die Handball-Szene hält den Atem an: Verlängert der Deutsche Handballbund (DHB) mit Bundestrainer Alfred Gislason über 2027 hinaus? Die Entscheidung, die im Sommer fallen soll, könnte nicht nur die Zukunft des Nationalteams maßgeblich beeinflussen, sondern auch eine regelrechte Trainer-Lawine in der Bundesliga auslösen.
Die uhr tickt für gislason und den dhb
Am 28. Februar endet aktuell Gislasons Vertrag. Ein Datum, das viele Herren im Kalender rot markiert haben. Die Weltmeisterschaft 2027 im eigenen Land steht an, und der isländische Erfolgscoach hat bereits seine Ambitionen deutlich gemacht: Er möchte mit diesem Team weitermachen. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich erst einmal nicht aufhören möchte mit Handball nach der Weltmeisterschaft“, so Gislason im März. Seine Worte lassen wenig Zweifel daran, dass er weiterhin brennt für die Aufgabe.
Ingo Meckes, DHB-Sportvorstand, betonte, dass der Prozess in Gang gesetzt wurde, aber man sich Zeit nehmen und nicht unter Druck setzen lassen möchte. „Aber es wäre schlimm, wenn wir einen Monat vor der WM keine Klarheit hätten“, mahnte er. Die Zeit drängt, und die Entscheidung muss bald fallen.

Ein dominoeffekt in der bundesliga?
Sollte der DHB mit Gislason verlängern, könnte dies ein Trainer-Domino in der Bundesliga auslösen. Der Name, der aktuell am häufigsten fällt, ist Florian Kehrmann. Der Weltmeister von 2007 und erfolgreiche Trainer des TBV Lemgo Lippe gilt als ernsthafter Kandidat. Kehrmann selbst äußerte seinen „großen Traum“, die Nationalmannschaft zu trainieren. Das bedeutet: Lemgo Lippe steht vor einer spannenden Suche nach einem Nachfolger.
Jaron Siewert, der Trainer der Füchse Berlin, könnte eine Option sein. Doch hier könnte Lemgo bereits zu spät dran sein. Die MT Melsungen hat nämlich bereits ihre Fühler nach dem jungen Erfolgstrainer ausgestreckt und traf sich bereits im Großraum Frankfurt zu einem ersten Austausch. Die Situation in Melsungen ist ebenfalls brisant: Ihr spanischer Trainer Roberto Parrondo steht ab Sommer 2027 wohl in Paris unter Vertrag.
Und hier kommt ein weiterer Twist ins Spiel: Auch die Pariser Erfolge bleiben hinter den Erwartungen zurück. Der aktuelle Trainer, Stefan Madsen, verpasste mit Paris Saint-Germain zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für das Final4 der Champions League. Die internationale Erfolglosigkeit könnte zu einem vorzeitigen Abschied von Madsen führen und Siewerts Weg nach Melsungen ebnen.
Die Trainer-Karussell dreht sich, und die Bundesliga-Klubs sind gefordert, schnell und klug zu reagieren. Die Entscheidung des DHB wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Es bleibt spannend, wer am Ende wo landet und wie sich die Kräfteverhältnisse in der Liga verschieben werden.

Die pariser erfolglosigkeit als katalysator
Die wiederholte Nicht-Qualifikation für das Champions League Final4 in Paris hat die Situation weiter verschärft. Der Druck auf die Vereinsführung ist enorm, und ein Trainerwechsel könnte die Konsequenz sein. Die Entwicklung in Paris könnte somit den gesamten deutschen Handball-Trainermarkt beeinflussen.
