Gislason zieht die notbremse: nach der wm 2027 will er weitermachen
Alfred Gislason spielt offen seine Trumpfkarte. Noch bevor die Heim-WM 2027 angepfiffen wird, verkündet der 66-Jährige: Ich bin bereit, dranzubleiben – Rente kommt für mich nicht infrage.
Der isländer stellt den dhb vor eine klare entscheidung
Sein Vertrag läuft im Januar 2027 aus, genau wenn die letzte Halbzeit des Turniers in Deutschland gespielt ist. Danach will er nicht einfach abtauchen. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich weitermachen möchte“, sagt er vor den Testspielen gegen Ägypten. Die Botschaft ist eindeutig: Entscheidet euch, ich warte.
Intern herrscht bestes Einvernehmen, betont Gislason. Er sei „locker“ mit allen Verbandschefs. Doch das allein reicht nicht. Der Bund muss handeln, will er das Projekt „Gislason“ fortsetzen. Sonst sucht sich der Isländer eben eine neue Bank – vielleicht schon bei der EM 2028, wie er im Dezember durchblicken ließ.
Seine Rechnung ist simpel: Solange er Energie spürt, bleibt er im Geschäft. „Solange ich den Glauben habe, etwas geben zu können, werde ich nicht aufhören.“ Der Glaube ist da, die Zahlen aber lügen nicht: Seit 2020 coacht er die DHB-Auswahl, Gold ist noch aus, die Kritik nach dem EM-Aus wirkte wie ein Kratzer im Lack.

Pascal hens fordert: leistung bewerten, nicht nur titel zählen
Der Ex-Weltmeister hält die Debatte für verzerrt. Man solle den Bundestrainer nicht allein an Platzierungen messen, sondern an der geleisteten Arbeit, an der Akzeptanz innerhalb der Mannschaft und an der Spielidee. Kurz: Weiterspielen statt Wechselsturm.
Für Gislason steht fest: Er wird nicht betteln. Akzeptieren werde er jede Entscheidung – nur still verschwinden will er nicht. Die Uhr tickt bereits, der Countdown bis 2027 läuft. Wer zuerst handelt, bestimmt, ob der Isländer auf deutscher Bank bleibt oder künftig in fremden Farben jubelt.
