Gislason enthüllt: dortmund-liebe sorgt für schalke-spannung!

Ein überraschender Seitenhieb im freundschaftlichen Schlagabtausch zwischen Handball-Bundestrainer Alfred Gislason und BVB-Coach Niko Kovac könnte die Stimmung im Nationalteam kurzzeitig trüben: Der Isländer gesteht seine Liebe zum schwarz-gelben Verein und droht damit, seinem Schalke-Fan-Vizekapitän Julian Köster das schmeichelhafte Amt zu entziehen. Eine humorvolle Ankündigung, die aber Fragen aufwirft.

Kösters schalke-herz auf dem prüfstand

Kösters schalke-herz auf dem prüfstand

Die Geschichte beginnt mit Gislasons Wechsel in die Handball-Bundesliga 1983 zum TUSEM Essen. „Nach ein paar Monaten ging es um Fußball und welche Mannschaft jeder unterstützte“, erinnert sich der Bundestrainer in einem gemeinsamen Interview mit Kovac auf dem DHB-YouTube-Kanal. Die meisten seiner Mitspieler waren Schalke-Fans, zwei waren in Dortmund geboren. „Dann habe ich gesagt, dann gehe ich zum Underdog der Mannschaft“, scherzte Gislason. Und so wurde er Fan des BVB – eine Entscheidung, die nun Konsequenzen für den gebürtigen Schalker Julian Köster haben könnte.

Denn: Köster, Leistungsträger im Rückraum und bekennender Anhänger des Lokalrivalen FC Schalke 04, fehlt verletzungsbedingt bei den kommenden Länderspielen gegen Dänemark. Eine Knieoperation Mitte April setzte ihn außer Gefecht, und die Ausfallzeit wird auf „mehrere Wochen“ geschätzt. Ob er in dieser Saison noch einmal für den VfL Gummersbach zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Im Sommer verlässt er nach sechs Jahren den Verein und wechselt zum THW Kiel – seine erste Station außerhalb des Rheinlands.

Gislason ließ im Interview durchblicken, dass er Köster „vielleicht das Amt des Vizekapitäns entziehen“ müsse, sollte Schalke in die erste Bundesliga zurückkehren. Die Aussage erfolgte zwar in humorvoller Form, doch die Spannung ist spürbar. Schalke hat sich durch den Sieg über Fortuna Düsseldorf für die Bundesliga qualifiziert – was für Köster bedeuten könnte, dass er sich auf einen offenen Kampf um seine Position im Nationalteam einstellen muss. Obwohl die Äußerung mit einem Augenzwinkern gemeint war, zeigt sie, wie leidenschaftlich Gislason für Borussia Dortmund empfindet und wie tief die Rivalität zwischen den beiden Vereinen verwurzelt ist.

Die kommenden Länderspiele gegen Dänemark werden zeigen, wie sich die Situation entwickelt und ob Gislasons humorvolle Drohung tatsächlich Konsequenzen für Köster haben wird. Klar ist: Der Handball-Bund hat mit diesem Interview eine unterhaltsame Geschichte geschaffen, die die Fans des Sports gleichermaßen amüsiert und in Erwartung hält.