Giro d'italia: vingegaard jagt pogacar – und die überraschungen!
Die Schlusswoche des Giro d'Italia 2026 verspricht Dramatik pur. Nach 15 anstrengenden Etappen stehen noch sechs entscheidende Tage bevor, in denen sich die Frage stellt: Kann Jonas Vingegaard seinen Vorsprung behaupten und Tadej Pogacar in Italien übertrumpfen? Doch es geht um mehr als nur das Rosa Trikot – der Kampf um das Podium, das Punktetrikot und begehrte Etappensiege für deutsche Teams hält die Fans in Atem.
Ein ausreißer-spektakel und die frage nach dem podium
Während Vingegaard nach zwei Wochen Führung eine beeindruckende Vorstellung abliefert, ist der Kampf um die weiteren Platzierungen auf dem Podium denkbar spannend. Felix Gall, Thymen Arensman, Jai Hindley und Giulio Pellizzari liefern sich ein intensives Duell, bei dem jeder Fehler entscheidend sein kann. Die Nähe der Konkurrenz deutet auf packende Schlachten in den verbleibenden Alpen-Bergankünften hin.
Ein weiterer Blickfang war die sensationelle Etappe nach Mailand, auf der ein Ausreißer-Quartett um Fredrik Dversnes überraschend die Oberhand behielt. Das zeigt, dass im Giro d'Italia noch alles möglich ist und auch vermeintlich chancenlose Teams auf ihren Moment warten.

Sprinter-frust und die jagd nach punkten
Die Sprinter hatten bei dieser Giro-Edition bisher einen schweren Stand. Nur zwei Etappen konnten von Paul Magnier gewonnen werden, bevor das Kopfsteinpflaster in Neapel und die Bergwertung in Novi Ligure ihre Ambitionen zunichte machten. Jhonatan Narváez hingegen nutzt die hügeligen Etappen geschickt aus und liegt im Kampf um das Ciclamino-Trikot knapp vor Magnier. Die schweren Ankünfte in Andalo und Pieve di Soligo bieten Narváez die Chance, seine Position weiter auszubauen, während Magnier auf die Schlussetappe in Rom hofft, um seine letzten Chancen zu nutzen.

Red bull-doppelstrategie und die deutsche hoffnung
Red Bull-Bora-hansgrohe hat sich für diese Giro d'Italia ehrgeizige Ziele gesetzt: einen Podestplatz in der Gesamtwertung und einen Etappensieg. Mit Jai Hindley und Giulio Pellizzari auf aussichtsreichen Positionen scheint dieses Vorhaben durchaus realistisch. Die beiden sind zwar noch hinter Felix Gall und Thymen Arensman platziert, haben aber in den letzten Tagen ihre Form deutlich verbessert. Ob die Sportliche Leitung den Mut hat, einem der anderen Helfer für eine mittelschwere Etappe freie Fahrt zu geben, bleibt abzuwarten.
Auch Lidl-Trek hat noch nicht alles erreicht. Jonathan Milan konnte zwar zwei Etappen gewinnen, doch die Konkurrenz war stark. Derek Gee-West liegt zwar etwas hinter seiner Vorjahresplatzierung zurück, doch die Hoffnung auf einen Etappensieg zum Abschluss in Rom ist noch nicht gänzlich geschwunden. Und wer weiß, vielleicht kann Giulio Ciccone im Kampf um das Maglia Azzurra noch für eine Überraschung sorgen.
Die letzte Woche des Giro d'Italia verspricht ein Spektakel zu werden, das die Fans weltweit in seinen Bann ziehen wird. Es bleibt spannend, wer sich am Ende als Sieger durchsetzen wird und welche Überraschungen die „Corsa Rosa“ noch bereithält.
