Giro d'italia: vingegaard dominiert, entscheidung in den alpen!

Die letzte Woche des Giro d'Italia steht vor dem Tür und verspricht dramatische Wendungen. Nach ruhigeren Etappen, in denen Ausreißer ihre Chance suchten, stürzt sich das Feld nun in die hochalpinen Herausforderungen, die das Rennen endgültig entscheiden werden.

Die schweizer alpen als vorgeschmack

Zunächst lockt ein anspruchsvoller Auftritt in der Schweiz. Ein alpiner Anstieg, der bis nach Carì führt, wird die ersten Anstrengungen fordern und die Form der Favoriten testen. Die Luft wird dünner, die Beine schwerer – die Vorbereitung auf die Dolomiten beginnt.

Dolomiten-inferno: passo giau und piani di pezzè

Dolomiten-inferno: passo giau und piani di pezzè

Das Herzstück der letzten Tage bildet zweifellos die Etappe in den Dolomiten. Der ikonische Passo Giau, eine Prüfung für Herz und Lunge, wird von den Fahrern bezwungen, bevor die absolute Neuheit, die Piani di Pezzè, auf dem Programm steht. Diese Anhöhe könnte den Unterschied machen und die Entscheidung über den Gesamtsieg vorwegnehmen.

Samstag: der finale schlagabtausch

Samstag: der finale schlagabtausch

Doch die endgültige Antwort wird erst am Samstag gegeben. Ein Doppelanstieg auf Piancavallo, eine brutale Herausforderung, die alles abverlangt, wird die Kräfte der Rennfahrer bis an die Grenze treiben. Jonas Vingegaard hat sich bisher als der stärkste Mann im Feld erwiesen, aber die Konkurrenz schläft nicht.

Vingegaard im vorteil – aber die vergangenheit mahnt

Der Däne profitiert von einer herausragenden Teamleistung und der Abwesenheit von Tadej Pogacar. Das Team Visma-Lease a Bike kontrolliert das Rennen mit eiserner Hand. Aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern: Der Giro ist noch lang, und die Berge können schnell die Karten neu mischen. Die Stürze innerhalb des UAE Team Emirates haben die Situation zusätzlich verkompliziert. Hätten Vine und Yates ihre Form gehabt, wäre der Druck auf Vingegaard deutlich höher gewesen.

Die drei Etappen-Siege von Vingegaard sprechen eine deutliche Sprache, doch die Erinnerung an vergangene Giro-Editionen, in denen vermeintlich sichere Siege noch durch dramatische Wendungen zunichte gemacht wurden, ist wach. Die Dolomiten sind unberechenbar, und ein einziger Fehler kann den Traum vom Rosa Trikot zerstören.

Die Spannung ist kaum auszuhalten. Die Fans dürfen sich auf eine atemberaubende Schlussphase des Giro d'Italia freuen, in der jeder Meter zählt und jeder Anstieg eine neue Chance bietet, die Waage zugunsten eines anderen Fahrers zu neigen.