Giro d'italia: blockhaus-schlachten und unerwartete wendungen!
Napoli – Der Giro d'Italia hält die Fans in Atem! Während die Sonne über Neapel scheint, brodeln die Diskussionen um die anstehende Etappe zum Blockhaus. Ein Name fällt dabei immer wieder: Francesco Moser, der Mann, der dieses legendäre Anstieg vor 40 Jahren bezwingen konnte und damit einen entscheidenden Schritt zum Gesamtsieg einleitete.
Moser warnt: blockhaus verzeiht keine schwäche
Der ehemalige Champion, der heute als Testimonial für Mediolanum an der Piazza del Plebiscito präsent ist, lässt keine Zweifel: „Das ist eine Etappe, an der man den Giro verlieren kann. In wenigen Kilometern können die Hoffnungen zerbrechen.“ Moser erinnert sich an das Jahr 1984, als er Fignon in einer entscheidenden Phase unter Druck setzte und die rosa Trikot übernahm. „Fignon war am Limit, wir haben es gesehen und zugeschlagen“, so Moser.
Die Diskussion um Abonnements ist längst verpufft. Moser ist sich sicher: „Das ist ein Giro, der sich in Minuten entscheidet, nicht in Sekunden. Die Abonnements spielen keine Rolle.“ Auch Jonas Vingegaard wird von Moser ins Rampenlicht gerückt. „Er ist der Einzige, der wirklich den Unterschied machen kann. Aber erst müssen wir sehen, wer die Beine hat.“

Wer riskiert den sturz?
Die jüngsten Stürze haben die Fahrer und das Publikum gleichermaßen erschüttert. Afonso Eulalio könnte besonders zu kämpfen haben. „Mit den Anstiegen in Rionero, Roccaraso und dem Blockhaus wird es für ihn sehr schwer. Wenn dort angegriffen wird, fliegen die Minuten dahin.“ Auch Giulio Pellizzari, Italiens beste Hoffnung, steht vor einer großen Herausforderung. „Auf dem Blockhaus wird sich zeigen, wer wirklich um den Gesamtsieg kämpfen kann. Hoffen wir, dass Giulio mit Vingegaard mithalten kann.“
Ein Name, der in den letzten Tagen immer wieder genannt wird, ist Derek Gee, der Kanadier aus dem Team von Giulio Ciccone. Moser zeigt sich fasziniert: „Er könnte eine Überraschung sein. Wir werden sehen, was er draufhat.“ Ciccone hingegen scheint mit seiner Isolation zu kämpfen. „Alleine kann man nichts ausrichten. Ohne ein starkes Team ist man verloren.“
Die Erinnerungen an das Blockhaus 2022 sind noch frisch. „Damals hat Ciccone fast zehn Minuten verloren. Die Medien in Pescara haben ihn zerrissen. Ich habe dem Journalisten gesagt, er solle das lassen.“
Wo wird dieser Giro wirklich entschieden? „Von Tag zu Tag. Man kann ihn auch in der Ebene verlieren, wenn man das Tempo nicht halten kann.“
Die Stürze sind besorgniserregend. Moser schüttelt den Kopf: „Das ist an der Tagesordnung, weil man zu schnell fährt. Wenn man eine Kurve mit 50 statt mit 60 nimmt, liegt man im Straßengraben.“ Auch das Wetter könnte eine Rolle spielen. „Bei schlechtem Wetter wird es auf dem Blockhaus unerträglich. In meiner Heimat in Trentino hat es schon geschneit.“
Und Moser selbst? „Ich fahre noch, aber jetzt mit dem E-Bike. Ein paar Kilometer hier und da, um fit zu bleiben.“
Der „Scheriff“ ist immer noch da, bereit, die Sportwelt mit seiner unerschrockenen Ehrlichkeit zu erhellen. Ein Giro voller Dramatik, Stürze und unerwarteter Wendungen liegt vor uns. Die Frage ist nicht, wer gewinnt, sondern wie.
