Gindorf schießt aachen aus der abstiegszone – aue droht der freie fall
Lars Gindorf schlug in Aue zu wie der Blitz zweimal in drei Minuten. Mit seinem Doppelpack zerstörte der Alemannia-Knipser am Samstag nicht nur die Lausitzer Defensive, sondern stampfte seine Mannschaft mit dem 3:1 (2:0) endgültig aus der Abstiegszone. Erzgebirge Aue dagegen rutscht tiefer in die Regionalliga-Todeszone – acht Punkte fehlen bis zur Rettung, nur noch neun Spieltage sind übrig.
Gindorf lässt aue-abwehr alt aussehen
Die Auer hatten den Stürmer noch im Nacken, da lag der Ball schon im Netz. Minute 24: Matti Wagner tankte sich links durch, Gindorf nahm den Querpass mit der Innenseite, ließ Martin Männel keine Chance. Minute 27: Mehdi Loune legte raus auf die Kante, Gindorf zog aus 17 Metern voll durch – 2:0. Die Gäste brauchten gerade einmal zwei Torschüsse, um die Partie zu entscheiden. Es war der 19. und 20. Saisontreffer des 24-Jährigen; keiner trifft häufiger in dieser Liga.
Die Hausherren erwachten erst nach dem Tee. Ryan Malone verkürzte per Kopf (47.), Erik Weinhauer scheiterte kurz darauf an Manuel Riemann. Für zehn Minuten wackelte Aachen. Dann schlug Pierre Nadjombe zu, der Außenverteidiger schob nach Ademi-Solo zum 3:1 ein (80.). Die Lausitzer Anhänger pfeiften ihre Mannschaft aus, die Alemannia feierte den siebten Auswärtssieg – so viele hat keines der unteren Teams.

Aue-coach dabrowski sieht keine magie mehr
Christoph Dabrowski stand nach Abpfiff lange auf der Bank, als hätte er das Spiel noch einmal durchgehen lassen. „Wir haben zwei Standards kassiert und dann den Glauben verloren“, sagte er. Seine Elf besitzt die schlechteste Defensive der Liga (58 Gegentore), gleichzeitig die zweitschwächste Offensive (25 Tore). Die Statistik spricht eine klare Sprache: Nur zwei Siege aus den letzten 16 Partien, kein Heimsieg seit Oktober. Am Samstag trat das Team an, als wäre schon alles entschieden.
Für Aachen geht es am Freitag gegen Aufstiegsaspirant Energie Cottbus weiter. Die Lausitzer müssen tags darauf bei Rot-Weiss Essen antreten – ein letztes Endspiel, das schon nach Endspiel riecht. Wer dort verliert, kann den Blick auf die Tabelle getrost einstellen.
