Giménez bangt um champions league! muskelzerrung im auge?
Atlético Madrid steht vor einem Drama: José Giménez, der unumstrittene Abwehrchef, könnte die anstehenden Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Barcelona verpassen. Die Bilder vom Sonntagabend in der Liga gegen Rayo Vallecano lassen die Fans erschaudern – ein verhaltenes Zurückziehen in die Katakomben, ein besorgtes Gesicht, das mehr verriet als tausend Worte.
Die szene, die kopfzerbrechen bereitet
Schon in der 86. Minute sorgte Giménez' sitzender Stillstand auf dem Rasen für erste Alarmglocken. Der Ur-Uruguayer, der kurz zuvor das Kapitänsarmband übernommen hatte, nachdem Lenglet ebenfalls angeschlagen ausscheiden musste, verspürte plötzlich einen heftigen Stich nach einem Abwehrkopfball. Obwohl er das Spiel bis zum Schlusspfiff beendete, konnte er die Schmerzen offenbar nicht abschütteln. Die medizinische Untersuchung am Montag lieferte noch keine eindeutige Diagnose, doch die Befürchtung eines Muskelrisses im Bereich des Schollenbeins ist real.
Ein herber Schlag für Simeone: Die Situation kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Neben Giménez kämpft auch Ángel Correa mit Verletzungsbeschwerden, und die Genesung von Pubill verzögert sich ebenfalls. Atlético ist in dieser Saison die am häufigsten eingesetzte Mannschaft in Spanien, was die Belastung für den Kader enorm erhöht hat. Trainer Diego Simeone hatte bereits versucht, seine Leistungsträger wie Giménez, Julián Álvarez, Lookman und Hancko nach internationalen Einsätzen zu schonen – offenbar mit wenig Erfolg.

Die frage nach dem risiko
Ob Giménez am Mittwoch in Barcelona auflaufen wird, ist derzeit völlig offen. Die Entscheidung hängt von der Entwicklung in den kommenden Tagen ab. Simeone wird ein schmaler Gratweg bewältigen müssen: Einerseits ist Giménez ein Schlüsselspieler, andererseits droht bei einem zu frühen Einsatz eine Verschlimmerung der Verletzung. Das Rückspiel im Metropolitano und das Copa del Rey-Finale gegen den Lokalrivalen Real Madrid stehen unmittelbar bevor. Die Belastung für den Kader ist immens. Die Tatsache, dass der Uruguayer mit großem Kampfgeist und Entschlossenheit die Champions-League-K.O.-Phase angehen will, spricht zwar für sein Engagement, doch die medizinische Expertise muss hier Vorrang haben.
Die Verantwortlichen werden die nächsten 24 Stunden genau beobachten. Es bleibt spannend: Atlético muss ohne seinen Kapitän möglicherweise eine neue Abwehrstrategie entwickeln – ein riskantes Unterfangen im Duell gegen Barcelonas offensive Power.
