Giba: volleyball-legende setzt sich für die zukunft ein
Der brasilianische Volleyball-Star Gilberto Amauri de Godoy Filho, kurz Giba, ist mehr als nur ein Champion mit drei olympischen Medaillen und drei Weltmeistertiteln. Nach einer glorreichen Karriere an der Spitze hat sich der legendäre Spieler nun als Botschafter für die Werte von Teamgeist, Demut und Opferbereitschaft auf der internationalen Bühne engagiert. Sein jüngster Besuch in Spanien unterstreicht diesen Einsatz und wirft einen Blick auf die Zukunft des Sports.
Giba: vom spieler zum architekten der jugend
Ein Jahr nach seinem ersten Besuch in Spanien kehrte Giba zurück, um das exponentielle Wachstum des Basisvolleyballs zu erleben. Die MadCup, ein Turnier, das er leidenschaftlich unterstützt, hat sich von 48 auf 112 Teams innerhalb eines Jahres vergrößert – ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement des gesamten Teams. Giba betont, dass sein Ziel ist, junge Menschen aus den Straßen zu holen, ihnen eine Perspektive zu bieten und ihnen die positiven Aspekte des Sports näherzubringen. "Ich versuche, die Energie, die ich früher auf dem Spielfeld investiert habe, jetzt in die Förderung dieser jungen Talente zu lenken", erklärt er.
Er lobt die zunehmende Professionalisierung des Basisvolleyballs, wo Teams nicht nur mit Trainern, sondern auch mit einem größeren Betreuerstab ausgestattet sind, um die jungen Spieler optimal zu unterstützen. Die Anwesenheit von Idolen wie ihm selbst, so Giba, motiviert die Kinder zusätzlich zu Höchstleistungen. "Wenn sie uns nahe sehen, bekommen sie den Wunsch, noch mehr zu erreichen“, sagt er.

Die ausbildung junger talente: mehr als nur titelgewinne
Giba unterstreicht die Bedeutung des Teamgeists im Volleyball, den er als den einzigen Sport bezeichnet, in dem individuelle Leistung und kollektives Handeln untrennbar miteinander verbunden sind. "Jeder Punkt erzählt seine eigene Geschichte. Wenn jemand eine individuelle Aktion vollführt, zählt das für das gesamte Team. Und wenn man einen Fehler macht, zahlt das das ganze Team“, erklärt er. Er ermutigt die jungen Spieler, ihre Erfahrungen zu nutzen und zu verstehen, dass Erfolg harte Arbeit und Opfer erfordert. Er betont die Notwendigkeit, stets am Ball zu bleiben, auch wenn man nicht den Weg in den Profisport findet – sei es als Physiotherapeut, Jurist oder Arzt.
Er erinnert daran, dass frühe Titelgewinne zwar hilfreich sind, aber nicht alles sind. „Sie müssen verstehen, dass sie morgen als Champions mit dem Opfer von heute ausgezeichnet werden“, mahnt er.

Die zukunft des spanischen volleyballs: potenzial und herausforderungen
Giba sieht in Spanien ein großes Potenzial für den Volleyballsport, insbesondere in den jungen Talenten wie César Irache. Er betont jedoch, dass es wichtig ist, dass diese Talente „einen kühlen Kopf bewahren und nicht den Erfolg schnell vergessen“. Ständige Weiterentwicklung und Demut sind entscheidend, um langfristig erfolgreich zu sein. „Sie müssen immer weiter trainieren und sich verbessern. Morgen wird jemand da sein, der deinen Platz einnehmen will“, warnt er.
Die steigende Zuschauerzahl bei Spielen, wie das kürzliche Rekordspiel mit 6.215 Zuschauern, deutet auf ein wachsendes Interesse am Volleyball in Spanien hin. Giba ist optimistisch, dass Spanien in der Lage ist, große internationale Turniere wie die Europameisterschaft auszurichten. Er sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatwirtschaft als Schlüssel zum weiteren Erfolg.
Giba blickt mit Stolz auf seine eigene Karriere zurück, insbesondere auf das goldene Spiel in Athen 2004. „Es war ein Traum, der in Erfüllung ging. Zwei Jahre zuvor sah ich diese Spieler im Fernsehen, und plötzlich spielte ich mit ihnen“, erinnert er sich.
Er schließt mit einem Appell an die junge Generation: "Sie müssen weiterkämpfen und keine Etappen unnötig verbrennen. Die Erfahrung, die wir haben, soll an Sie weitergegeben werden, damit Sie nicht zu viele Fehler machen, bevor Sie zu großen Spielern werden.“
