Ghana triumphiert nach turbulenten tagen: ghana bezwingt panama!

Toronto bebte Regen, aber Ghana feierte! Nach einer Woche voller Kontroversen um Thomas Partey und einem zähen Kampf gegen Panama, sicherten sich die „Black Stars“ in der Nacht zum Donnerstag einen hart erkämpften 1:0-Sieg. Ein später Treffer von Caleb Yirenkyi ließ die afrikanische Hoffnung auf eine Wiederholung des Coups von 2010 aufleben.

Die vorgeschichte: rechtsstreit überschattet den start

Die vorgeschichte: rechtsstreit überschattet den start

Die letzten Tage waren von einem juristischen Tauziehen um Mittelfeldstar Thomas Partey geprägt. Anschuldigungen der Vergewaltigung verhinderten seine Einreise nach Kanada, doch nun steht er dem Team am Dienstag gegen England wieder zur Verfügung. Diese turbulente Woche macht den Sieg umso süßer, denn sie lenkt den Fokus zurück auf das Wesentliche: den Fußball.

Das Spiel selbst begann mit einem frühen Angriff von Panama, Cecilio Waterman zwang Ghanas Torwart Lawrence Ati Zigi zu einer Glanzparade. Doch die „Canaleros“ konnten ihren Schwung nicht aufrechterhalten und Ghana übernahm allmählich die Kontrolle. Die Trinkpause bei 19 Grad und Dauerregen brachte keine wesentliche Veränderung, und die ersten 45 Minuten endeten ohne Tore.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Ghana den Druck. Jonas Adjetey vom VfL Wolfsburg hatte eine gute Kopfballchance, die Orlando Mosquera jedoch abwehrte. Panamas Jiovany Ramos verhinderte in der 65. Minute zudem einen Treffer von Jordan Ayew. Doch dann, in der Nachspielzeit (90.+5), schlug Caleb Yirenkyi zu und bescherte Ghana den Siegtreffer.

Panama, das von Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Thomas Christiansen trainiert wird, muss sich nun ohne Punkt in der Gruppe L begnügen. Die Aufgabe, gegen England und Kroatien zu punkten, ist damit deutlich schwieriger geworden. Die Worte des ghanaischen Präsidenten John Mahama vor dem Spiel hallen noch nach: „Wir erwarten von euch, dass ihr dieser Rolle gerecht werdet.“ Und die „Black Stars“ haben heute gezeigt, dass sie bereit sind, diese Erwartungen zu erfüllen.

Die Bilanz stimmt: Ghana hat den ersten Schritt gemacht. Die Reise nach Übersee ist noch lang, aber die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden bei dieser Weltmeisterschaft ist entfacht. Ein Sieg, der mehr als nur drei Punkte bedeutet – er ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und afrikanischen Stolz.