Gfc kämpft bis zur 90. minute – fokus liegt nun auf eilenburg
Ein bitterer Abgesang im Landespokal gegen Hansa Rostock, aber die Zeit für Tränen bleibt dem Greifswalder FC verwehrt. Die Mannschaft von Björn Lipfert muss sich schnell schütteln und sich voll und ganz auf die entscheidenden Spiele im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost konzentrieren. Das Auswärtsspiel gegen Eilenburg am kommenden Wochenende ist nun das alles entscheidende Duell.
Die tabelle lügt – und die konkurrenz schläft nicht
Der Gegentreffer in der Nachspielzeit gegen Rostock schmerzte, doch Lipfert ließ seiner Mannschaft keinen Moment der Selbstmitleid gönnen. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, waren in den Umschaltmomenten aber nicht entschlossen genug“, so der Trainer nach dem Spiel. Doch die Faszination des Sports lebt von solchen Momenten – und vom sofortigen Weitermachen. Der GFC steht mit 16 Punkten derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz, wobei die finale Anzahl der Teams, die in die NOFV-Oberliga müssen, von Faktoren wie Absteigern aus höheren Ligen und dem Aufstieg des Nordost-Meisters abhängt.
Trainer Lipfert mahnt zur Ruhe: „Das Restprogramm ist uns egal. Wir müssen uns auf jedes einzelne Spiel konzentrieren und unsere Punkte holen.“ Die vergangene Saison, in der der GFC noch knapp am Aufstieg scheiterte, wirkt wie eine ferne Erinnerung. Die Etatkürzungen und der große Umbruch im Kader haben die Mannschaft schwer getroffen und zu einer sportlichen Talfahrt geführt. Aber die Vergangenheit ist Vorbei.

Selbstvertrauen getankt – jetzt zählt nur der sieg in eilenburg
Der knappe 1:0-Sieg gegen Altglienicke vor dem Rostock-Spiel gab der Mannschaft neuen Auftrieb und beendete eine beunruhigende Sieglosserie. Doch das Halbfinale im MV-Landespokal gegen Hansa Rostock kam zu ungünstigem Zeitpunkt. Der Gegentreffer von Voglsammer in der 90.+1 Minute war ein Nackenschlag. Aber die Mannschaft hat die Fähigkeit bewiesen, sich zurückzukämpfen.
Das Auswärtsspiel in Eilenburg wird für Lipfert zum „Spiel des Jahres“. Der Tabellen-16. reist zum Vorletzten – ein Duell auf Augenhöhe. Und obwohl die Greifswalder in der Gesamtbilanz neun Punkte mehr auf dem Konto haben, trennen sie nur noch ein Zähler vom rettenden Ufer. „Wir werden alles reinknallen“, verspricht Lipfert. Das Team hat in den letzten Wochen gezeigt, dass es diszipliniert und entschlossen agieren kann.
Besonders erfreulich für die Greifswalder ist die Historie der bisherigen Duelle mit Eilenburg: Aus den fünf Begegnungen seit Juli 2023 gingen alle mit einem klaren Torverhältnis von 14:4 für den GFC hervor. Das Hinspiel wurde mit 2:1 gewonnen. Ein gutes Omen für die kommende Aufgabe.
Die Verantwortlichen des Klubs planen indes zweigleisig – sowohl für die Regionalliga als auch für die Oberliga. Wer an der Seitenlinie und auf dem Rasen stehen wird, ist noch offen und wird erst nach den finalen Partien entschieden.
