Kalas erneut am knie operiert – schalke verliert abwehrchef für monate

Schalke muss wieder ohne Tomas Kalas auskommen. Der tschechische Innenverteidiger wurde erneut am Oberschenkel operiert, wie der Klub am Freitag bestätigte. Die Saison ist für ihn gelaufen – und vielleicht auch die kommende.

Drei rückkehrer, aber keiner einsatzbereit

Während Adrian Gantenbein, Anton Donkor und Christopher Antwi-Adjei nach Wochen der Reha wieder mit der Mannschaft trainieren, bleibt ihr Einsatz am Samstag in Darmstadt utopisch. Keiner der Drei ist spielfit. Donkor und Antwi-Adjei fehlten in dieser Rückrunde komplett, Gantenbein war zuletzt beim 0:0 in Berlin dabei – vor drei Monaten. Ein Comeback in der englischen Woche nach der Länderspielpause ist denkbar, wenn Schalke am 26. März in Schweinfurt testet.

Doch die gute Nachricht trügt. Die wirkliche Hiobsbotschaft trägt den Namen Kalas. Der 32-Jährige, der sich im Winter mühsam zurück ins Team gekämpft hatte, erlitt einen Rückschlag, der alles bisherige in den Schatten stellt. Nach zehn Monaten Kniepein ging es kurz aufwärts – nun folgte der Schicksalsschlag: Oberschenkel, Operation, Schweigen über die Dauer.

Kalas’ vertrag läuft bis 2027 – aber wann spielt er wieder?

Kalas’ vertrag läuft bis 2027 – aber wann spielt er wieder?

Die Königsblauen hatten im Sommer 2024 noch sicher geglaubt, mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2027 einen verlässlichen Abwehrchef langfristig an sich zu binden. Die Rechnung war einfach: Kalas war in der vergangenen Saison der stabilste Verteidiger, Kopfballmonster, Führungsspieler. Dann kam die Patellasehnenreizung, dann die Knieprobleme, dann die Isolation vom Team. Sein letztes Pflichtspiel: 2. Mai 2025, 0:2 gegen Paderborn. Seitdem nichts.

Trainer Karel Geraerts muss nun wieder umstellen. Sebastiaan Bornauw und Dario Del Fabro bilden das neue Innenverteidiger-Duo, hinter ihnen lauert nur noch Jugend. Die Leihgabe Emil Höjlund ist noch grün, Timothée Pembélé kein Innenverteidiger. Die Tiefe ist weg, die Erfahrung fehlt.

Schalke liegt vor dem Duell in Darmstadt zwei Punkte hinter Rang drei. Die Aufstiegsrechnung ist eng. Jede Rotation, jede Verletzung wiegt doppelt. Kalas’ Ausfall kommt also zum worst possible time. Der Klub schweigt über Wochen, Mediziner schweigen, der Spieler auch. Die einzige Gewissheit: Ohne ihn wird es nicht leichter.

Die Saison 2025/26 rückt näher. Kalas wird dann 33. Seine Kniegeschichte ist kein Nebenkriegsschiff mehr, sie ist die zentrale Frage seiner Karriere. Schalke plant längst mit Neuzugängen. Ob Kalas dann nur noch Ersatz ist oder doch wieder Anführer, entscheidet sich im Stillen eines Rehabilitationszimmers – nicht auf dem Rasen.