Suhl am rande der geschichte: kann der vfb das double schaffen?

Ein Beben im deutschen Volleyballsport ist im Gange: Der VfB Suhl steht vor dem größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte – dem Gewinn der deutschen Meisterschaft. Nach dem sensationellen Pokalsieg winkt nun auch der Titel in der Bundesliga, doch der Dresdner SC, Rekordsieger, steht im Weg.

Die gefühlswelt vor dem finale: ein „unbeschreibliches gefühl“

Die Spielerinnen des VfB Suhl sind noch immer überwältigt von dem bisherigen Saisonverlauf. Außenangreiferin Svea Naujack brachte es nach dem Halbfinalerfolg gegen Schwerin auf den Punkt: „Es ist einfach krass.“ Diese Emotionen teilen alle Spielerinnen, die sich nun auf das finale Duell gegen Dresden einstimmen.

Dresden schätzt suhl: „das wird heiß, das wird spannend“

Dresden schätzt suhl: „das wird heiß, das wird spannend“

Der Gegner, der Dresdner SC, nimmt die Herausforderung aus dem Thüringer Wald ernst. Trainer Alexander Waibl lobte die Entwicklung des VfB Suhl in den letzten Jahren: „Suhl hat sich extrem entwickelt, toller Trainer, auch mehr Geld im Umfeld.“ Die bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison zeigten bereits, dass die Partie ein Kampf auf Augenhöhe werden wird – stets entschieden in fünf Sätzen.

Die Ausgangslage ist klar: Suhl, als Zweiter der Hauptrunde, hat das Heimrecht in der Best-of-Five-Serie. Und zu Hause sind die Thüringerinnen eine Macht. 16 Pflichtspielsiege in Folge sprechen für sich. „Für die gegnerischen Mannschaften ist es wohl ein Alptraum“, so VfB-Trainer Laszlo Hollosy.

Das double im blick: ein traum wird wahr

Das double im blick: ein traum wird wahr

Nach dem Pokalsieg steht nun auch der Gewinn der Meisterschaft zur Debatte. Dresden, das 2021 den Titel holte, will sich diesem Druck nicht beugen. „Wir haben viel Talent, viel Persönlichkeit und Willen“, betonte Waibl. Doch Suhl hat ebenfalls bewiesen, dass man mithalten kann. Zuspielerin Lara Nagels äußerte nach dem Sieg in Schwerin: „Es fühlt sich surreal an. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl.“

Mittelblockerin Laura Berger bringt es auf den Punkt: „Wir können nun das i-Tüpfelchen draufsetzen, weil niemand von uns, von den Fans oder wer auch immer, hätte damit gerechnet, dass wir so weit kommen.“ Die Fans im Thüringer Wald dürfen sich auf eine großartige Saisonabschlussfeier freuen, wie Klub-Boss Alexander Mantlik versprach.

Die Spannung ist kaum auszuhalten. Im Finale kann alles passieren, wie Nagels betont: „Wir werden hart dafür arbeiten und dann sehen wir, was möglich ist.“ Eines ist jedoch gewiss: Der VfB Suhl hat die Chance, Sportgeschichte zu schreiben – und die Region in Volleyball-Begeisterung zu versetzen. Die ersten beiden Spiele finden bereits am 15. und 18. April statt.