Monocorona auf der straße: revolution oder nur hype?
Die Schaltgruppen der Zukunft? In der Mountainbike- und Gravel-Szene sind sie bereits etabliert, doch nun mehren sich die Fragen: Wird die Monocorona auch im Straßenradsport den Klassiker, den Umwerfer, ablösen? Die italienischen Hersteller Campagnolo und SRAM bieten die Technologie bereits an, und die Zeichen deuten darauf hin, dass auch Shimano bald nachziehen wird.

Die vorteile liegen auf der hand
Die Monocorona bietet unbestreitbare Vorteile. Mechanisch ist sie einfacher konstruiert, was zu weniger Wartungsaufwand und geringerem Gewicht führt. Aerodynamisch ist sie ebenfalls überlegen, da ein Zahnkranz weniger Luftwiderstand erzeugt als die Kombination aus Umwerfer und Kassetten. Doch was bedeutet das für den ambitionierten Hobbyradler?
Die Frage ist berechtigt: Lohnt sich der Umstieg wirklich? Gerade im Straßenradsport, wo oft noch große Übersetzungen benötigt werden, um steile Anstiege zu bewältigen, ist die Monocorona nicht für jeden geeignet. Die geringere Bandbreite kann bei einigen Streckenprofilen zum Problem werden. Aber die Entwicklung geht weiter, und auch die Kassetten werden immer größer, sodass die Lücken zwischen den Gängen kleiner werden.
Sharq GR und Soniq GR, die neuesten Angebote von Fulcrum für die Gravel-Rennszene, zeigen, dass der Trend zu vereinfachten Antriebssystemen ungebrochen ist. Das spricht Bände. Viele Fahrer berichten von einem verbesserten Gefühl für die Kette und einer insgesamt harmonischeren Schaltperformance. Es ist ein subtiler Unterschied, der aber eben doch den Unterschied ausmachen kann.
Die Diskussion darüber, ob die Monocorona den Umwerfer vollständig verdrängen wird, ist noch nicht abgeschlossen. Aber eines ist klar: Die Technologie hat das Potenzial, den Radsport grundlegend zu verändern – und das zum Wohle des Fahrers.
