Kampls verrückte nacht: geburt, rangnick-anrufe und ein bundesligaspiel

Geburtstermin mitten im champions-league-rennen

Kevin Kampl erzählte im SPORT1 Doppelpass eine unglaubliche Geschichte aus seiner Zeit bei RB Leipzig. Es ging um die Geburt seines ersten Sohnes, die sich just vor einem wichtigen Bundesligaspiel um die Qualifikation für die Champions League ereignete – drei Wochen vor dem errechneten Termin. „Das war mit das Verrückteste, was ich je erlebt hatte“, so Kampl.

Der nächtliche weckruf und die sprachnachricht

Der nächtliche weckruf und die sprachnachricht

In der Nacht von Freitag auf Samstag klingelte das Telefon: „Meine Fruchtblase ist geplatzt, du musst kommen!“. Kampl fuhr sofort los, schickte noch eine Sprachnachricht an Trainer Ralph Hasenhüttl, erhielt jedoch aufgrund der späten Stunde keine Antwort. Mit „drei, vier Red Bull“ erreichte er gegen halb fünf Uhr morgens das Krankenhaus.

Rangnicks dauereinsatz am telefon

Mitten im emotionalen Ausnahmezustand klingelte ständig sein Handy. Grund war Ralf Rangnick, der in einer regelrechten Dauerschleife anrief. Kampl erklärte dem damaligen Sportdirektor, dass sein Sohn gleich zur Welt kommen würde. Rangnick wollte jedoch wissen, wann genau das der Fall sein würde.

Sonderflug nach dortmund – für ein bundesligaspiel

Kaum war der Sohn geboren, bot Rangnick einen Sonderflug nach Dortmund an, damit Kampl rechtzeitig zum Spiel kommen konnte. Kampl konterte humorvoll: „Ja Ralf, ich muss gucken, was meine Frau sagt.“ Der Arzt entschied schließlich: „Frau Kampl, Sie haben das bravourös gemeistert, ihr Mann muss das jetzt machen.“

90 Minuten auf dem platz, danach dopingkontrolle

Kampl flog daraufhin voller Adrenalin nach Dortmund. Im Flugzeug vergaß er die Erschöpfung jedoch kurzzeitig, bis ihn die Piloten wecken mussten. Trotzdem spielte er 90 Minuten lang und gewann mit Leipzig mit 4:0. Doch damit war der Arbeitstag noch nicht beendet: Er wurde zur Dopingkontrolle ausgewählt und konnte zweieinhalb Stunden nicht auf die Toilette.

Rangnicks sicht der dinge und kampls humorvolle antwort

Ralf Rangnick, der ebenfalls im SPORT1 Doppelpass zugegen war, sah die Situation etwas anders. Er betonte, kein schlechtes Gewissen zu haben und erinnerte sich daran, dass Kampl selbst unbedingt spielen wollte. Kampl schob die ganze Geschichte humorvoll auf Rangnick.

Die kuriose geschichte im überblick

  • Geburt des Sohnes drei Wochen vor dem Termin
  • Dauereinsatz von Ralf Rangnick am Telefon
  • Sonderflug nach Dortmund
  • 90 Minuten Bundesligaspiel trotz Schlafmangels
  • Dopingkontrolle als krönender Abschluss