Größwang übernimmt: deutsche wird erste ibsf-präsidentin!
Salzburg – Ein historischer Moment für den Bob- und Skeleton-Sport: Heike Größwang wurde am Donnerstag im Rahmen des IBSF-Kongresses in Salzburg zur neuen Präsidentin gewählt. Damit übernimmt erstmals eine Frau die Leitung des internationalen Verbandes. Die Entscheidung markiert einen deutlichen Wandel in der Führungsebene des Sports.

Die nachfolge von ivo feriani ist besiegelt
Die 56-jährige Größwang, bisher als Generalsekretärin der IBSF tätig, setzte sich im ersten Wahlgang deutlich gegen ihre Konkurrenten durch und erhielt 27 von 45 möglichen Stimmen. Der Italiener Ivo Feriani, der den Verband über viele Jahre führte, übergibt damit das Zepter an eine erfahrene Führungspersönlichkeit. Ein Wechsel, der nicht nur für die IBSF, sondern für den gesamten Sport eine neue Ära einläutet.
Größwang ist keine Unbekannte im Sportgeschäft. Nach ihrer Ausbildung als Betriebswirtin sammelte sie seit den 1990er-Jahren Erfahrungen im Sportmarketing. 2010 wechselte sie zur IBSF, wo sie zunächst Feriani unterstützte und nun seine Nachfolge antritt. Ihre vierjährige Amtszeit beginnt sofort und wird mit Spannung erwartet.
Die Konkurrenz war an diesem Tag beachtlich: Neben Größwang kandidierten der jamaikanische Ex-Bobfahrer Chris Stokes, der durch seine Teilnahme am legendären Viererbob-Team bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary bekannt wurde, der lettische Rechtsexperte Martins Damberghs und der Spanier Ander Mirambell Vinas. Doch Größwangs Erfahrung und ihr Engagement für die IBSF überzeugten die Mehrheit der Delegierten.
Die Wahl von Heike Größwang ist ein Zeichen für den Wandel im Sport und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Frauen in Führungspositionen. Ob sie die Olympia-Zukunft des Rodelns sichern kann, bleibt abzuwarten. Die Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung des Sports sind längst im Gange.
