Dhb-pokal: kiel baut titelserie aus – magdeburg am verfolgerpack
THW Kiel hat im DHB-Pokal erneut bewiesen, dass die Norddeutschen eine Klasse für sich sind. Im Finale gegen MT Melsungen demonstrierte das Team von Trainer Filip Jicha eine beeindruckende Souveränität und sicherte sich den insgesamt 13. Pokaltitel. Doch wer genau auf dem Podest steht und welche Überraschungen die vergangenen Austragungen bereithielten, beleuchtet unser Rückblick auf die vergangenen Final Four.
Die kieler dominanz – und die herausforderer
Der THW Kiel ist unbestritten der Rekordmeister im DHB-Pokal. Mit 13 Titeln stehen sie allen Verfolgern deutlich voraus. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Der SC Magdeburg, frisch gekrönter Pokalsieger 2024, und der TBV Lemgo Lippe rücken immer näher an die Spitze heran. Die Frage ist: Können sie die Kieler Dominanz in den kommenden Jahren brechen?
Das jüngste Finale gegen die MT Melsungen war ein packender Krimi. Nach einem hart umkämpften Spiel, das erst in der Verlängerung entschieden werden konnte, setzte sich Kiel am Ende mit 28:23 durch. Besonders Andreas Wolff, der mit zahlreichen Paraden glänzte, trug maßgeblich zum Erfolg bei. Patrick Wiencek krönte seine Leistung mit dem entscheidenden Treffer zum 28:23.
Die MT Melsungen, die im Vorjahr gegen Magdeburg das Finale verloren hatten, mussten sich erneut geschlagen geben. Für die Hessen war es bereits die zweite Finalniederlage in Folge. Ein bitteres Gefühl für ein Team, das sich so hart erkämpft hat.

Ein blick zurück: höhepunkte der vergangenen jahre
Das Final Four 2024 war geprägt von einem historischen Ergebnis: Der SC Magdeburg besiegte die MT Melsungen mit 30:19 – der höchste Finalsieg in diesem Jahrtausend. Nur 1998 gelang es dem THW Kiel, einen noch größeren Vorsprung im Finale zu erzielen. Die SG Flensburg-Handewitt scheiterte überraschend im Halbfinale an Melsungen, während die Füchse Berlin im Kampf um Platz drei gegen Flensburg die Oberhand behielten.
Die Austragung 2023 ging an die Rhein-Neckar Löwen, die sich nach einem dramatischen Siebenmeterwerfen gegen den SC Magdeburg durchsetzten. Ein spannungsgeladenes Finale, das den Handball-Pokal in den höchsten Tönen lobte.

Historische fakten und rekorde
Seit 1975 haben sich 17 verschiedene Vereine in die Siegerliste des DHB-Pokals eingetragen. Neben dem THW Kiel sind die SG Flensburg-Handewitt und der TBV Lemgo Lippe mit jeweils vier Titeln erfolgreich. Der VfL Gummersbach folgt mit fünf Titeln, konnte den Pokal aber zuletzt 1985 in die Höhe stemmen.
Die Finalspiele des DHB-Pokals haben eine lange und bewegte Geschichte. Von spannenden Siebenmeterwerfen bis zu klaren Siegen – die vergangenen Austragungen haben für zahlreiche unvergessliche Momente gesorgt. Der THW Kiel hält mit 15 Endspielen den Rekord, von denen 12 gewonnen wurden. Ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Dominanz im deutschen Handball.
Die jüngsten Erfolge von SC Magdeburg und TBV Lemgo Lippe zeigen, dass die Zukunft des DHB-Pokals spannend und voller Überraschungen sein wird. Ob Kiel seine Titelserie fortsetzen kann, bleibt abzuwarten.
