Conte-comeback? italien träumt von der em-heldenzeit

Der Name Antonio Conte ist in Italien plötzlich wieder heiß begehrt. Nach dem Aus von Giampiero Ventura kursieren Gerüchte um eine mögliche Rückkehr des Erfolgstrainers, der bereits 2016 für Furore sorgte. Doch was ist aus den einstigen Helden der EM-Viertelfinalpleite gegen Deutschland geworden?

Von der nationalmannschaft zu jugendtrainern und tv-studios

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Es ist kaum zu glauben, dass die EM 2016 schon über sieben Jahre her ist. Damals, im Sommer 2016, stand Italien nur knapp dem Einzug ins Halbfinale gegen Deutschland entgegen. Ein dramatisches Elfmeterschießen beendete die Hoffnungen. Aber was machen die damaligen Aufstellungen heute?

Gianluigi Buffon, der unvergessliche Torhüter, hat seine aktive Karriere beendet und genießt seinen Ruhestand, obwohl sein Name immer noch mit Respekt in der Fußballwelt widerhallt. Andrea Barzagli, der Fels in der Abwehr, konzentriert sich mittlerweile auf seine Familie und gelegentliche Auftritte im TV. Leonardo Bonucci hingegen ist immer noch ein Leistungsträger bei Juventus Turin und zeigt, dass seine Klasse ungebrochen ist.

Giorgio Chiellini, ein weiterer Abwehrreißer, ist ebenfalls noch aktiv und kämpft mit Roma um die vorderen Plätze. Alessandro Florenzi, der vielseitige Rechtsverteidiger, wechselte in der jüngsten Vergangenheit und versucht sich neu. Stefano Sturaro spielt mittlerweile in der Serie B und versucht, den Aufstieg in die höchste Spielklasse zu schaffen. Marco Parolo ist ebenfalls noch aktiv und bestreitet seine Karriere in kleineren Ligen.

Emanuele Giaccherini hat seine Karriere beendet und ist im Piemont zu Hause. Mattia De Sciglio versucht sich in der Premier League. Graziano Pellè hat seine Schuhe längst beendet und arbeitet nun als Winzer in seiner Heimatregion. Eder, der Mann, der Italien das entscheidende Tor im Viertelfinale bescherte, ist ebenfalls nicht mehr aktiv.

Die Diskussion um Antonio Conte, der möglicherweise die Nationalmannschaft wieder in die Spur bringen könnte, zeigt, wie sehr Italien an die glorreichen Zeiten unter seiner Führung erinnert. Ob er tatsächlich zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Die Wahrheit ist: Conte verkörperte damals einen unbändigen Siegeswillen, der Italien bis kurz vor dem Finaleinzug trug. Diese Energie fehlt der Squadra Azzurra heute merklich.