Conte winkt der tross: napoli gibt grünes licht für azzurri-rückkehr
Rom – Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer für Italien hat eine überraschende Wendung genommen. Während Mancini weiterhin zögert und Allegri eine klare Absage erteilt hat, rückt Antonio Conte immer mehr in den Fokus. Ein grünes Licht aus Neapel scheint den Weg für eine mögliche Rückkehr des Erfolgstrainers zur Nationalmannschaft zu ebnen.
De laurentiis' zustimmung: ein entscheidender faktor
Die Situation ist komplex, doch ein entscheidender Faktor könnte die Entscheidung maßgeblich beeinflussen: der neapolitanische Clubpräsident Aurelio De Laurentiis. Nach den jüngsten Ereignissen, insbesondere dem enttäuschenden Ergebnis in Zenica, hat sich De Laurentiis positiv über die mögliche Wahl von Malagò zum neuen Präsidenten des Verbands geäußert. Die offenen Kommunikationskanäle zwischen De Laurentiis und Conte – trotz dessen laufenden Vertrags bis 2027 – sollen eine Einigung nicht unmöglich machen. Ein Transfer von Conte zur Nationalmannschaft würde somit nicht zwangsläufig eine kostspielige Ablösesumme nach sich ziehen, wie es beispielsweise im Fall Spalletti der Fall gewesen wäre.
Doch die Vergangenheit wirft einen Schatten: Der holprige Abschied von Spalletti, der sich ohne die Zustimmung De Laurentiis der FIGC anschloss, ist noch immer präsent. Ein ähnlicher Fall mit Conte könnte zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Napoli scheint jedoch bereit zu sein, diese Risiken in Kauf zu nehmen, sollte Conte tatsächlich das Interesse zeigen, das Ruder der Nationalmannschaft zu übernehmen.

Mancini im zwielicht, allegri zeigt kein interesse
Roberto Mancini, der mit dem Gewinn der EM 2021 Ruhm erlangte, scheint der Aufgabe des Nationaltrainers mit großen Bedenken zu begegnen. Seine unerwartete Absage im Sommer 2023, verbunden mit der umstrittenen Kontaktaufnahme zu Juventus-Trainer Allegri, lässt Zweifel an seiner Motivation aufkommen. Allegri selbst hat hingegen jegliches Interesse an der Nationalmannschaft verneint und konzentriert sich voll und ganz auf die Ziele mit Milan. “Meine Priorität liegt auf der Champions League und dem vierten Platz”, erklärte er unmissverständlich.
Die Taktik von Conte ist bekannt: Er baut auf eine stabile Defensive, wie sie zwischen 2014 und 2016 mit Buffon, Chiellini, Bonucci und Barzagli perfekt funktionierte. Doch das Mittelfeld, mit Spielern wie Parolo, Sturaro und Giaccherini, war damals ein Schwachpunkt. Ob Conte in der Lage wäre, diese Schwächen zu beheben, bleibt abzuwarten.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Die Wahl des neuen FIGC-Präsidenten am 22. Juni und die anschließende Trainerentscheidung werden das italienische Fußballgeschehen dominieren. Die Uhr tickt, und die Azzurri brauchen dringend einen erfahrenen und entschlossenen Kapitän am Steuer, um zurück in die Erfolgsspur zu finden.
