Antonelli: vom eis zum formel-1-sieg – ein ungewöhnlicher start!
Kimi Antonelli, der Shootingstar der Formel 1, feiert nicht nur Siege auf der Rennstrecke, sondern auch eine ungewöhnliche Vergangenheit auf dem Eis. Seine Erfolge sind kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen Trainings auf dem Ghiacciaio del Traverso in Livigno, wo er bereits mit neun Jahren lernte, ein Auto zu driften – eine Tradition, die er bis heute pflegt.
Ein kind der rutschbahn: antonellis frühe jahre
Die Geschichte beginnt nicht mit einem Rennhelm, sondern mit einem Helm und eisiger Kälte. Marco 'Babba' Baroncini, der Leiter des Ghiacciaio del Traverso, erinnert sich: „Kimi kam zum ersten Mal 2015 zu uns. Er war gerade mal neun Jahre alt und knapp über einem Meter dreißig groß. Wir mussten ihm ein paar Kissen auf den Sitz legen, damit er überhaupt die Pedale erreichen konnte.“ Doch die Größe spielte keine Rolle. Antonelli zeigte von Anfang an ein außergewöhnliches Talent und eine scheinbare Furchlosigkeit, als er mit einem Mitsubishi Evo IX über das Eis pflügte.
„Er wollte gar nicht mehr vom Eis runterkommen“, erzählt Baroncini. „Und danach kam er jedes Jahr wieder, immer mit seiner Mutter.“ Das Driften wurde zu einer Art Signatur, einer Feier des Erfolgs, die Antonelli auch in der Formel 1 beibehält – allerdings mit einer gewissen Zurückhaltung. „Nach dem Sieg in China habe ich es in Suzuka gelassen“, so Antonelli. „Mein Ingenieur und Toto Wolff hätten das nicht so gerne gesehen.“

Mehr als nur ein „traverso“: die wurzeln des erfolgs
Doch die „Traversi“ sind mehr als nur eine nette Anekdote. Sie sind ein Spiegelbild von Antonellis außergewöhnlicher Fahrtechnik und seiner Fähigkeit, ein Fahrzeug unter allen Bedingungen zu kontrollieren. „Man fängt früh an und es zahlt sich aus“, betont Baroncini. „Kimi hat gelernt, sein Fahrzeug in jeder Situation zu meistern. Das Eis hat ihn sofort auf die Probe gestellt.“
Und es gab auch Herausforderungen. „Mit acht Jahren kannte er noch keine Kupplung“, schmunzelt Baroncini. „Ich musste ihm helfen, aber er war frustriert, als er den Anlasser durchdrehen ließ.“ Diese frühen Schwierigkeiten haben jedoch seinen Ehrgeiz und seine Entschlossenheit geschärft. Seine Eltern, so Baroncini, spielten dabei eine entscheidende Rolle: „Zwei unglaubliche Menschen, die ihn immer unterstützt haben und ihm die Freude am Fahren vermittelt haben.“
Antonelli steht nun vor einer wichtigen Aufgabe in der Formel-1-Pause im April: die Verbesserung seiner Starts. Auch hier schlagen die frühen Erfahrungen am Ghiacciaio del Traverso zu Buche. Die Fähigkeit, schnell zu reagieren und die Kontrolle zu behalten, wurde bereits in jungen Jahren geschult.
Die Reise von dem kleinen Jungen auf dem Eis zu einem vielversprechenden Formel-1-Piloten ist beeindruckend. Antonellis unbändige Freude am Fahren und die Unterstützung seiner Familie sind der Schlüssel zu seinem Erfolg. Ob nun auf dem Eis oder auf der Rennstrecke – Kimi Antonelli beweist, dass Leidenschaft und Talent Berge versetzen können.
