Vfb stuttgart zieht die kaufoption: el khannouss bleibt bis 2030

Bilal El Khannouss bleibt beim VfB Stuttgart – und das nicht etwa, weil der Klub zögerte, sondern weil der marokkanische Mittelfeldspieler die vertraglich festgezurrte Hürde selbst ausgeräumt hat. 30 Pflichtspiele, drei Tore, neun Europa-League-Einsätze, fünf Treffer in der Königsklasse. 17 Millionen Euro löst der VfB damit aus der obligatorischen Kaufoption, die im Leihvertrag mit Leicester City steckte. Zusammen mit den bereits gezahlten drei Millionen Leihgebühr landet die Ablöse bei rund 20 Millionen Euro – ein Statement.

Die leistung hat den transfer erzwungen

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 18 Bundesliga-Spiele, drei Tore, drei Assists. Dazu kamen drei DFB-Pokal-Einsätze mit einem Assist sowie die Europa-League-Bilanz von fünf Toren in neun Spielen. Ein 21-Jähriger, der nach dem verlorenen Afrika-Cup-Finale gegen den Senegal (0:1 n.V.) kurz schwächelte, aber zurückkam – mit dem Anspruch, „die beste Version meiner selbst“ zu werden. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nennt ihn ein „Spieler mit einem extrem großen Entwicklungspotenzial“ – und meint damit nicht nur das Talent, sondern die Mentalität, sich selbst zu überholen.

Die offizielle Bestätigung des Transfers lässt der VfB bislang verlauten, doch intern ist die Sache längst klar: El Khannouss’ Vertrag läuft bis Juni 2030. Kein Zurück mehr, kein Druck von außen. Stuttgart hat sich entschieden – und zwar für einen Spieler, der in dieser Saison nicht nur Tore erzielte, sondern Spielzüge initiierte, Räume öffnete und die Geschwindigkeit des Spiels diktierte.

Nartey und zagadou stehen vor der nächsten weiche

Nartey und zagadou stehen vor der nächsten weiche

Während El Khannouss die Voraussetzungen erfüllt hat und nun Planungssicherheit genießt, stehen zwei andere Profis am Scheideweg. Nikolas Nartey und Dan-Axel Zagadou laufen im Sommer aus. Erste Gespräche fanden statt – eher ein Soundcheck als echte Verhandlung. Nartey, lange von Knorpelschäden gebremst, hat sich zurückgekämpft und steht kurz vor der Startformation. Zagadou hingegen kämpft weiter mit Verletzungsanfälligkeiten, was seine Einsatzzeiten limitiert. Trotzdem genießt er hohes Vertrauen bei Trainer Sebastian Hoeneß. Doch Vertrauen allein reicht nicht, wenn der Körper nicht mitspielt. Die Entscheidung fällt in den nächsten Wochen – und sie wird nicht nur sportlich, sondern auch finanziell gewogen werden müssen.

Stuttgart hat mit El Khannouss einen Grundstein gelegt. Nun geht es darum, die restlichen Baustellen abzuarbeiten – bevor der Sommer die Kaderplanung übernimmt.