Türkgücü münchen: abstiegskampf, trainerwechsel und die hoffnung auf ein wunder

Tiefpunkt um tiefpunkt bei türkgücü münchen

Das Jahr 2025 war für Türkgücü München alles andere als erfolgreich. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga folgte eine enttäuschende Hinserie in der Bayernliga, in der die Mannschaft nach 19 Spieltagen noch keine zweistellige Punktzahl erreichen konnte. Hinzu kamen finanzielle Probleme, die sogar zu einer vorübergehenden Suspendierung vom Spielbetrieb führten, da die Mitgliedsbeiträge nicht entrichtet wurden und der Versicherungsschutz der Spieler nicht gewährleistet war.

Der dritte trainer in dieser saison: rainer elfinger

Der dritte trainer in dieser saison: rainer elfinger

Angesichts der schwierigen Lage ist es nicht verwunderlich, dass mit Rainer Elfinger bereits der dritte Trainer in dieser Saison an der Seitenlinie steht. Der 59-Jährige ist jedoch kein Unbekannter für Türkgücü München. Er kennt den Verein bereits aus einer früheren Station und scheint die Herausforderung anzunehmen. Er betont: „Hier sind ganz herzliche Leute, von denen du viel bekommst. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass wir Struktur reinbekommen – aber das ist peu à peu machbar.“

Enger kontakt zum vorstand

Enger kontakt zum vorstand

Der Kontakt zu Vorstand Serdar Yilmaz ist laut Elfinger „sehr eng und ehrlich“. Die beiden kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit bei den Münchner Löwen, wo Elfinger einst Yilmaz in der Jugend trainierte. Nun wollen sie gemeinsam verhindern, dass Türkgücü München noch tiefer abstürzt. Elfinger ergänzt: „Wir haben uns teilweise Tore gefangen, die ich als Trainer in Summe bisher noch nie hinnehmen musste.“

Sportliche lage bleibt prekär, aber nicht hoffnungslos

Trotz der sportlichen Misere beträgt der Rückstand auf die Relegationsplätze nur vier Punkte. Unter dem neuen Trainer Elfinger zeigte die Mannschaft in den ersten vier Spielen eine kämpferische Leistung, auch wenn es nur zu einem Punkt reichte. Elfinger sieht Fortschritte: „Die Mannschaft hat schon widergespiegelt, dass sich selbst in der kurzen Zeit etwas bewegt hat. Wir hatten eine gute Struktur in den Partien und hätten ebenso sieben statt eines Punktes holen können.“

Umbruch im winter und sparkurs

Im Winter verließ eine Reihe erfahrener Spieler Türkgücü München, darunter Felix Thiel, Mohamad Awata und Fatjon Celani. Elfinger hätte die Routiniers gerne behalten, akzeptiert aber den finanziell bedingten Sparkurs des Vereins. „Realistischerweise können wir uns den Klassenerhalt jedoch nur über die Relegation sichern“, so Elfinger.

Die herausforderung als motivation

Elfinger sieht die schwierige Situation als Motivation: „Viele Außenstehende sehen das so, mich triggert die Herausforderung dagegen umso mehr. Natürlich fehlt den Jungs die Erfahrung, andererseits setzen sie meine Anforderungen eins zu eins um und können laufen. Wir müssen über Mentalität und Zusammengehörigkeit kommen – das ist unsere einzige Chance.“

Ein hochkompetenter trainerstab

Neben dem Spielfeld wurde ebenfalls einiges getan, um die Rückrunde erfolgreich zu gestalten. Attila Arkadas unterstützt Elfinger als spielender Co-Trainer. Zusätzlich ist Torwarttrainer Dragan Kozul nun auch für die Videoanalyse zuständig. Ein echtes Ausrufezeichen setzt der Verein mit der Verpflichtung von Bilgin Defterli, einer ehemaligen Nationalspielerin der Türkei, die ihre Ausbildung zur UEFA-Pro-Lizenz absolviert. Elfinger lobt: „Sie ist menschlich und fachlich top.“