Ösv-damen: zöchling kehrt heim – und bringt frischen wind!

Überraschung im österreichischen Skisport: Johannes Zöchling übernimmt ab dem 1. Mai 2026 das Ruder als Cheftrainer der Damen-Nationalmannschaft. Nach einer erfolgreichen Zwischenstation in Norwegen kehrt der 46-Jährige zu seinem Heimatverband zurück, um die Nachfolge von Roland Assinger anzutreten. Eine Entscheidung, die sowohl Kontinuität als auch neue Impulse verspricht.

Vertraute strukturen, frische perspektiven

Die Entscheidung des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) ist ein klarer Signal für Stabilität, gleichzeitig aber auch ein mutiger Schritt in die Zukunft. Mario Stecher, Sportdirektor, und Christian Mitter, sportlicher Leiter Ski Alpin, betonten die Bedeutung der Doppelstrategie: Zöchling kennt die Strukturen des ÖSV bestens, konnte sich aber in Norwegen wichtige internationale Erfahrungen aneignen. Er betreute dort zuletzt die Technik-Damen, darunter die Olympia-Medaillengewinnerin Thea Louise Stjernesund.

„Johannes bringt fachliche Kompetenz und internationale Erfahrung mit. Er kennt die Strukturen und hat gleichzeitig wertvolle neue Impulse gesammelt“, so Mitter. Die Kombination aus Verbandsverbundenheit und frischen Ideen war letztendlich ausschlaggebend für die Verpflichtung. Das Team im Hintergrund ist überzeugt, dass Zöchling die Damen-Mannschaft auf ein neues Level heben kann.

Konstanz an der weltspitze – mit augenhöhe

Konstanz an der weltspitze – mit augenhöhe

Doch es geht um mehr als nur um Taktik und Training. Zöchlings ruhige Art, die Stecher hervorhob, soll entscheidend dazu beitragen, den Zugang zu den Athletinnen zu finden und diese individuell weiterzuentwickeln. Der Fokus liegt auf einer engen Zusammenarbeit und der Stärkung der Eigenverantwortung der Läuferinnen. „Der Anspruch in Österreich ist hoch – wir wollen regelmäßig um Podestplätze mitfahren“, erklärte Zöchling mit Nachdruck. Ein Ziel, das er mit seiner Mannschaft verfolgen will, indem er ihnen mehr Freiraum zur persönlichen Entwicklung gibt.

Bereits bei den Österreichischen Meisterschaften auf der Reiteralm wird Zöchling erste Kontakte knüpfen und sich ein Bild von der aktuellen Situation machen. Sein offizieller Dienstantritt ist zwar erst am 1. Mai 2026, doch die Vorbereitung beginnt bereits jetzt. Die Erwartungen sind hoch, doch Zöchling scheint bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Die nächste Saison verspricht spannende Rennen und neue Erfolge für die österreichischen Skifahrerinnen – mit einem Mann an der Spitze, der das Potenzial kennt und es freisetzen will.