Paratici enthüllt: viola park wie real madrid, fagioli ein barça-talent!
Mailand – Fabio Paratici, der neue Sportdirektor der Fiorentina, hat in einem exklusiven Interview mit dem Corriere della Sera einige brisante Aussagen getätigt, die für Aufsehen in der Fußballwelt sorgen. Während er die Ambitionen der Viola betont, warnt er vor einer schwierigen Saison und lobt gleichzeitig ein italienisches Talent mit internationalem Potenzial.

Die viola: zwischen luxus und kampf
Paratici ließ keine Zweifel daran, dass die sportliche Infrastruktur des Viola Parks beeindruckt: „Es fühlt sich an, als wäre man im Trainingszentrum des Real Madrid. Das ist wirklich außergewöhnlich.“ Doch diese luxuriösen Verhältnisse täuschen nicht über die Herausforderungen hinweg, die die Fiorentina in der kommenden Saison erwarten. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir uns in dieser Saison auf eine schwere Saison einstellen müssen.“
Die Erinnerungen an seine Zeit bei Juventus Turin kamen ebenfalls zur Sprache, inklusive des umstrittenen Falls der Kapitalerträge. „Nachdem der Strafprozess abgeschlossen war, konnte ich wieder leben“, so Paratici.
Kean-Verlängerung angestrebt, Fagioli als Juwel
<Aktuell beschäftigt sich Paratici mit der Frage, ob der Leihspieler Kean gehalten werden kann. „Wir hoffen, Kean halten zu können. Er hat eine Ausstiegsklausel, die allerdings beträchtlich ist. Aber in Europa ist sein Wert bekannt.“ Besonders hervorzuheben ist jedoch die Erwähnung von Niccolò Fagioli. Paratici ist überzeugt: „Er ist ein Mittelfeldspieler, der eigentlich bei Barcelona spielen sollte, aber in Italien sein Glück sucht.“
Und Paratici denkt bereits an die Zukunft, insbesondere an die Möglichkeiten, die sich durch die Einführung einer U23-Mannschaft im Viola Park bieten. „Mit einer solchen Infrastruktur ist es unerlässlich, über die U23 nachzudenken. Das Potenzial ist enorm, und ich werde meine Erfahrungen nutzen, um es auszuschöpfen.“
Sein Abschied von Juventus Turin und die Rolle Cristiano Ronaldos wurden ebenfalls thematisiert. „Ronaldo hat es uns zu einfach gemacht, weil er einfach jeden Ball ins Netz hämmerte. Wir brauchten einen Umbruch“, erklärte Paratici. Auch seine frühere Zusammenarbeit mit Beppe Marotta wurde angesprochen: „Er hat mich sogar beigebracht, wie man sich anzieht. Ich lief früher wie ein Fußballer rum, mit Trainingsanzug und Turnschuhen. Beppe sagte mir, dass man im Büro Anzug und Krawatte trägt – auch bei Verhandlungen mit Spielern.“
Die verpasste Chance, zum AC Mailand zu wechseln, bedauerte Paratici ebenfalls. „Es war schon fast in trockenen Tüchern, nur die Unterschrift fehlte noch. Dann wurde mir gesagt, dass es nicht mehr passiert.“
Die Zahlen lügen nicht: Paratici hat seit seinem Wechsel zur Fiorentina bereits im Sommer über 25 Millionen Euro an Gehaltskosten eingespart. Die Herausforderung, die Viola in die Erfolgsspur zu führen, ist also noch lange nicht gemeistert, doch mit seiner Erfahrung und seinem scharfen Blick für Talente könnte Paratici der richtige Mann dafür sein.
