Neuer fußball-präsident muss um staatsmittel kämpfen: italien holt auf!

Rom – Der neue Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC) steht vor einer Mammutaufgabe: Er muss die Staatskasse öffnen, um den italienischen Fußball wiederzubeleben. Und das in einer Zeit wirtschaftlicher Not, in der jeder Cent gezählt wird. Die Forderung ist klar, die Umsetzung aber alles andere als einfach.

Ein wettlauf gegen die zeit: die suche nach neuen finanzquellen

Ein wettlauf gegen die zeit: die suche nach neuen finanzquellen

Die Situation ist eindeutig: Um den italienischen Fußball wieder an die Weltspitze zu führen, bedarf es frischer Investitionen. Insbesondere im Jugendbereich und in der Infrastruktur müssen dringend Verbesserungen herangezogen werden. Doch wie soll die FIGC diese Mittel generieren, wenn die Staatskassen bereits unter Druck stehen? Eine vielversprechende Lösung liegt im Bereich der Sportwetten.

Die FIGC schlägt vor, einen Anteil der Einnahmen aus Sportwetten – konkret 1% der über 16 Milliarden Euro, die im Jahr 2024 generiert wurden – zweckgebunden für den Fußball zu verwenden. Das ist ein beträchtlicher Betrag, der den Jugendfußball und die Infrastruktur nachhaltig stärken könnte. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2000 sind die Einnahmen aus Sportwetten um das Dreißigfache gestiegen, wobei der Fußball allein 16,1 Milliarden Euro davon einnimmt. Ein Prozent davon, also 160 Millionen Euro, könnte einen echten Unterschied machen.

Doch Italien ist nicht das einzige Land, das auf diese Weise Einnahmen generiert. Ein Blick auf andere europäische Länder zeigt, dass es verschiedene Modelle gibt, die erfolgreich funktionieren. Frankreich beispielsweise erfasst 1,8% der Bruttoeinnahmen aus Sportwetten, um den Breitensport und den Bau von Sportanlagen zu finanzieren. Portugal geht sogar noch einen Schritt weiter und leitet 3,5% der Umsätze aus Fußballwetten an den Fußballverband und die Profiliga weiter – eine Summe von rund 40 Millionen Euro jährlich!

Auch Griechenland hat ein innovatives System eingeführt, bei dem ein Teil der Gewinnbeteiligungen aus Sportwetten direkt an die Sportvereine geht. In der Türkei gibt es eine Vereinbarung zwischen Spor Toto, dem staatlichen Glücksspielunternehmen, und den Profivereinen, die den Klubs eine regelmäßige Einnahmequelle sichert. Das portugiesische Modell, mit seiner hohen Beteiligung von 3,5%, gilt dabei als besonders attraktiv.

Experten betonen, dass diese Mittel nicht für die Gehälter der Topstars bestimmt sind, sondern für die notwendige Modernisierung des italienischen Fußballs. Ein tiefgreifender Reformplan ist unerlässlich, um den Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherzustellen. Es bleibt abzuwarten, ob der neue FIGC-Präsident die notwendige politische Unterstützung findet, um diese ambitionierten Pläne umzusetzen. Die Zeit drängt, denn die Europameisterschaft 2032 steht vor der Tür.

Die Forderungen nach einer Anpassung des sogenannten