Neuer fußball-präsident muss um staatshilfe kämpfen: italien hinkt hinterher!
Rom bangt um die WM 2032: Der neue Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC) steht vor einer Mammutaufgabe. Um den italienischen fußball wiederzubeleben und vor allem die Infrastruktur und Jugendarbeit zu stärken, braucht es frisches Kapital. Und das bedeutet: Verhandlungen mit der Regierung – und das mit Nachdruck.

Ein blick über die alpen: was frankreich und portugal richtig machen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Italien hinkt im europäischen Vergleich hinterher, wenn es um die Unterstützung des Fußballs durch staatliche Gelder geht. Während Frankreich mit 1,8 Prozent der Wettumsätze zur Förderung des Sports beiträgt und Portugal sogar satte 3,5 Prozent einsetzt, verharzt es in Rom.
Die Wettumsätze sind in Italien in den letzten Jahren explodiert. Allein 2024 wurden 22,8 Milliarden Euro umgesetzt, davon entfielen 16,1 Milliarden auf fußball. Das ist ein unglaublicher Wert, der aber nur wenig in die eigentliche Förderung des Sports fließt! Die FIGC fordert seit Jahren einen festen Prozentsatz – mindestens 1 Prozent der Wettumsätze, also rund 160 Millionen Euro jährlich. Das wäre ein Quantensprung für die Jugendförderung und die dringend notwendige Modernisierung der Stadien.
Ein Vergleich mit unseren Nachbarn zeigt deutlich den Handlungsbedarf: In Frankreich wird ein Teil der Einnahmen an die Agence Nationale du Sport (ANS) überwiesen, die dann Sportstätten baut und die Gesundheit der Athleten schützt. Portugal teilt die Einnahmen direkt zwischen der Fußballföderation und der Profi-Liga auf. Selbst Griechenland, das seit 2021 einen progressiven Steuersatz auf Wetteinsätze verwendet, kommt auf rund 100 Millionen Euro jährlich für den Sport.
Auch die türkische Lösung, bei der Spor Toto, die staatliche Lotteriegesellschaft, einen Teil ihrer Einnahmen an die Vereine verteilt, könnte für Italien interessant sein. Die Vereine erhalten dann eine Art
