Juventus: comolli krempelt bianconeri neu – wer gehört zum engsten kreis?
Turin bebt! Während die Juventus Turin sich in der Tabelle schwer tut und die Champions League verpasst, vollzieht sich hinter den Kulissen ein radikaler Umbruch. Damien Comolli, der neue Mann an der Spitze, hat in seinen ersten 350 Tagen einen tiefgreifenden Wandel eingeleitet – und dabei einige überraschende Entscheidungen getroffen. Doch wer gehört wirklich zu seinem engsten Kreis und welche Zukunft erwartet die Alte Dame?

Ein französischer manager, ein australischer guru und eine türkische ehefrau
Die Situation ist paradox: Nur noch wenige Spieltage trennen Juventus von einer enttäuschenden Saison. Der Jubel zum 30. Jahrestag des Triumphes gegen Ajax im Jahr 1996 bleibt aus, stattdessen steht die bittere Erkenntnis im Raum, dass man in der Entwicklung hinterherhinkt. Doch inmitten dieses Chaos steht Damien Comolli, der ehemalige Präsident von Toulouse, und krempelt den Verein nach seinen Vorstellungen um. Die Eigentümerfamilie Elkann schenkt ihm dabei ein ungewöhnliches Maß an Vertrauen und gibt ihm freie Hand.
Comolli, der seit 190 Tagen auch als Geschäftsführer fungiert, hat ein Netzwerk aufgebaut, das sich über den gesamten Globus erstreckt. Von der korsischen Küste bis nach Australien, von Schottland bis in die Türkei – seine Kontakte sind vielfältig und international. Ein zentraler Mann in seinem Umfeld ist Francois Modesto, der im Sommer nach Italien zurückkehrte. Er ist das operative Rückgrat von Comolli, der technische Direktor und Ansprechpartner für alle sportlichen Belange.
Doch es gibt noch weitere Schlüsselfiguren. Darren Burgess, ein australischer Performance-Experte, wurde geholt, um die Datenauswertung zu beschleunigen und zu verbessern. Peter Silverstone, ein erfahrener Commercial-Experte aus der Premier League, verstärkt das Team im Bereich Marketing und Vertrieb. Und dann ist da noch Selinay Gurgenc, Comollis Ehefrau, eine ehemalige Führungskraft beim Fenerbahce Istanbul, die bei Juventus zumindest vorerst eine beobachtende Rolle einnimmt – ihre auffälligen roten Haare sind auf jedem Spiel zu sehen.
Die Ehefrau des Managers stößt an, aber arbeitet nicht offiziell
Comolli reist oft mit seiner Frau und seiner kleinen Familie, die sich gut in Turin integriert hat. Sie bevorzugen einen bekannten Bäcker im historischen Zentrum, ein Zeichen dafür, dass sie sich in der Stadt wohlfühlen. Doch die Nähe von Gurgenc zur Mannschaft wird von einigen Vereinsmitgliedern kritisch gesehen. Ist ihre Präsenz am Spielfeldrand wirklich notwendig?
Die Zukunft von Comolli bei Juventus hängt von vielen Faktoren ab. Sollte John Elkann unzufrieden sein, könnte die Trennung bevorstehen – und das nicht nur mit einem abgesagten Geburtstagskuchen. Vielmehr würde eine ganze Reihe von Entscheidungen und strategischen Weichenstellungen in Frage gestellt werden. Ob Comolli den Verein tatsächlich nach seinen Vorstellungen umgestalten kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Der Umbruch in Turin ist in vollem Gange und die Alte Dame steht vor einer ungewissen Zukunft.
