Italienisches tennis-fest: rekordbesucher und milliarden-effekt!
Rom hat sich in den letzten zwei Wochen zum Epizentrum des globalen Tennissports entwickelt. Die Internazionali d’Italia präsentierten nicht nur packende Matches, sondern auch beeindruckende Wirtschafts- und Sozialzahlen, die den Stellenwert des Turniers im nationalen Sportgeschehen unterstreichen.
Ein milliarden-boom für italien
Die diesjährigen Internazionali d’Italia blicken auf eine Bilanz zurück, die ihresgleichen sucht. 417.000 Zuschauer strömten auf das Gelände, was einen direkten wirtschaftlichen Einfluss von 1,004 Milliarden Euro bedeutete. 457 Millionen Euro flossen direkt in die Region, weitere 376 Millionen Euro indirekt und 171 Millionen Euro induziert. Diese Zahlen spiegeln nicht nur die Begeisterung für den Tennissport wider, sondern auch die immense Bedeutung des Turniers für die italienische Wirtschaft.
„Wir sind stolz darauf, dass die Internazionali d’Italia nicht nur ein sportliches Highlight sind, sondern auch einen so bedeutenden Beitrag zur Wirtschaft und Gesellschaft leisten“, erklärte Angelo Binaghi, Präsident der Fitp. „Die Zahlen sprechen für sich: fast 8.000 neue Arbeitsplätze und ein Steuereingang von 164 Millionen Euro.“

Internationale anziehungskraft und zukunftspläne
Der Anteil internationaler Besucher stieg um 4% auf 24,2%, was die globale Anziehungskraft des Turniers unterstreicht. Für 2028 plant die Fitp einen weiteren Wachstumsschub, wenn der neue Center Court mit 12.500 Plätzen und einem Dach fertiggestellt sein wird. Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und werden mit 60 Millionen Euro von Sport e Salute finanziert.
„Theoretisch bräuchten wir einen Stadion mit 25.000 Plätzen, um der Tennis-Fieber in Italien gerecht zu werden, insbesondere mit Jannik Sinner als Nummer 1 der Welt“, so Binaghi. Die Investitionen in die Infrastruktur sollen die wachsenden Anforderungen der Fans erfüllen und das Turnier weiter aufwerten.

Mehr als nur ein turnier: soziale wirkung und nachhaltigkeit
Neben den wirtschaftlichen Aspekten betonte Diego Nepi, Geschäftsführer von Sport e Salute, die soziale Wirkung der Internazionali d’Italia. „Open Economics schätzt den sozialen Einfluss auf 470 Millionen Euro, mit einem Return of Investment von 7,2 Euro pro investiertem Euro und rund 7.000 neuen Tennisspielern.“
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung des Tennissports in Italien. SuperTennis, der eigene Fernsehsender der Fitp, erreicht täglich 1,1 Millionen Zuschauer und trägt maßgeblich zur Popularisierung des Sports bei. Darüber hinaus engagiert sich die Fitp mit dem Projekt „Sport in Classe“ in Schulen und ermöglicht es einer Million Schülern, Tennis kennenzulernen.

Herausforderungen und ausblick
Trotz des Erfolgs gibt es auch Herausforderungen. Die Entscheidung von Sky, die Übertragung der Spiele nicht auf Rai Uno und Rai Due zu zeigen, wurde von Binaghi kritisiert. „Das hat unsere Reichweite um etwa 50% reduziert. Wir werden darauf drängen, dass zukünftige Turniere auf öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt werden, um eine größere Zielgruppe zu erreichen.“
Die Fitp und Sport e Salute blicken optimistisch in die Zukunft. Mit weiteren Investitionen in die Infrastruktur, der Förderung des Tennissports und der Stärkung der Partnerschaft wollen sie die Internazionali d’Italia als eines der wichtigsten Tennisturniere der Welt weiterentwickeln. Die Atp Finals in Turin werden ebenfalls weiter ausgebaut, mit dem Ziel, weitere Regionen Italiens einzubinden und das Tennisfieber im ganzen Land zu entfachen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Internazionali d’Italia sind mehr als nur ein Tennisturnier – sie sind ein Wirtschaftsmotor, ein sozialer Katalysator und ein Symbol für die Leidenschaft Italiens für den Tennissport. Und das ist erst der Anfang.
