Italienischer fußball: wer löst gravina ab und rettet die wm-träume?

Rom bebt – nicht nur wegen der Osterfeiertage, sondern auch wegen der bevorstehenden Neuwahlen im italienischen Fußballverband. Gabriele Gravinas Rücktritt hat eine Machtvacuums hinterlassen, und die Frage, wer die Fäden in die Hand nimmt, ist brisanter denn je. Denn neben der Suche nach einem neuen Präsidenten steht die dringende Aufgabe an: Italien muss den verpassten WM-Zug hinter sich lassen und den Weg für die Weltmeisterschaft 2030 ebnen.

Die uhr tickt: kandidaturen müssen bis zum 13. mai eingereicht werden

Die uhr tickt: kandidaturen müssen bis zum 13. mai eingereicht werden

Die offizielle Wahl findet am 22. Juni statt, doch der entscheidende Kampf wird bereits jetzt, in den kommenden Wochen, geführt. Bis zum 13. Mai haben Interessenten Zeit, ihre Kandidaturen einzureichen. Die Luft knistert förmlich vor politischen Intrigen und strategischen Manövern. Giovanni Malagò, der international bekannte Sportfunktionär, gilt derzeit als Favorit. Seine Kontakte sind legendär, seine Fähigkeit, Stimmungen zu lesen und zu beeinflussen, nahezu unheimlich. Er scheint die Situation im Griff zu haben, doch die Konkurrenz schläft nicht.

Giancarlo Abete, der erfahrene Präsident der Lega Nazionale Dilettanti (LND), positioniert sich als mögliche Alternative. Seine Worte nach Gravinas Rücktritt waren alles andere als zufällig: Er betonte die Notwendigkeit eines „tiefgehenden Vergleichs“ und deutete an, dass ohne seine Beteiligung das Risiko einer externen Einflussnahme und eines ungewollten Kommissariatsbestehen könnte. Abete kontrolliert stolze 34 Prozent der Stimmen in der Wählerschaft – eine Macht, die man sich nicht leisten kann zu ignorieren.

Doch das ist noch nicht alles. Im Raum steht auch die überraschende Kandidatur eines bekannten Fußballers. Namen wie Maldini, Del Piero und Albertini werden gemunkelt, unterstützt von der Associazione Italiana Calciatori (AIC). Ein prominenter Spieler könnte das Ruder herumreißen, doch die Frage ist, ob er das nötige Management-Know-how besitzt, um die Herausforderungen zu meistern.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Sondagen, Verhandlungen, politische Schachzüge – alles fließt in den Kampf um den Präsidentenposten ein. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Italien muss sich neu aufstellen, um den Traum von der WM 2030 zu verwirklichen. Ein Scheitern wäre nicht nur ein sportlicher Tiefpunkt, sondern auch ein politischer Imageschaden.

Die Erinnerung an das verpasste Turnier nagt an den Verantwortlichen und Fans. Es ist an der neuen Führung, das Vertrauen zurückzugewinnen und Italien wieder an die Weltspitze zu führen. Die Aufgabe ist gewaltig, aber die Chance ist da. Ob Malagò, Abete oder ein überraschender Fußballheld den Job bekommt, wird die Zukunft des italienischen Fußballs maßgeblich bestimmen.

Die Geschichte lehrt: In der Politik des Fußballs sind Überraschungen die Regel. Eine Zerreißprobe für den italienischen Fußball steht bevor.