Gvardiol spielt mit der zukunft: wechsel nach der wm?
Josko Gvardiol, der kroatische Leistungsträger von Manchester City, hält seine Fans und die Transfer-Experten in Atem. Während der Verteidiger aktuell glücklich in England zu sein gibt, schließt er einen Wechsel nach der Weltmeisterschaft nicht kategorisch aus. Die Gerüchteküche brodelt bereits auf Hochtouren – Barcelona, Real Madrid und nun auch der FC Bayern buhlen um seine Dienste.
Die sehnsucht nach pep und die offenen türen
Gvardiol betonte im WM-Quartier Kroatiens, dass er bei Manchester City „alles“ habe, was er brauche. Doch der Abschied von seinem ehemaligen Coach Pep Guardiola, unter dem er sich zu einem Weltklasse-Verteidiger entwickelte, wiegt schwer. Die 90 Millionen Euro, die City für ihn von RB Leipzig zahlte, scheinen in Anbetracht seiner aktuellen Leistungen ein Schnäppchen gewesen zu sein. „Vor der Verletzung habe ich jedes Spiel gemacht, fast jede Minute“, so Gvardiol, was seine Wichtigkeit für die Mannschaft unterstreicht.
Allerdings deutet seine Aussage, dass wir „nach der WM sehen werden, was passiert“, auf eine gewisse Unsicherheit hin. Die Tür für einen Wechsel bleibt somit offen, was die europäischen Top-Klubs in Alarmbereitschaft versetzt. Besonders Barcelona und Real Madrid dürften die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da beide Vereine ihre Abwehrreihen dringend verstärken müssen. Ein vielseitiger Spieler wie Gvardiol, der sowohl im Zentrum als auch als Linksverteidiger eingesetzt werden kann, ist auf dem Transfermarkt rar.

Matthäus' andeutung und bayerns interesse
Die Spekulationen wurden durch Lothar Matthäus angeheizt, der Mitte Mai bei Sky einen „Spieler im Auge“ erwähnte, der bei Manchester City spiele und dessen Wechsel der FC Bayern anstrebe. „Ein ehemaliger Bundesliga-Spieler von Leipzig, der aktuell bei Manchester City spielt. Linksverteidiger, Innenverteidiger“, so Matthäus. Die Anspielung auf Gvardiol kam dabei nicht von ungefähr, und SPORT1-Informationen bestätigen, dass der Kroate durchaus eine Vorliebe für einen Wechsel nach München hegt.
Dabei könnte er eine Lücke in der Abwehr schließen, die der FC Bayern aktuell sucht. Die Tatsache, dass Gvardiol bereits zu seiner Zeit bei RB Leipzig auf der Liste der Münchner stand, lässt auf ein langes und hartnäckiges Interesse schließen. Die Verhandlungen werden sich jedoch vermutlich bis nach der WM hinziehen, da Gvardiol selbst erst dann Klarheit über seine Zukunft schaffen möchte.
Die Zeichen stehen auf einen spannenden Transferpoker, an dessen Ende Gvardiol möglicherweise eine neue sportliche Herausforderung sucht. Ob Manchester City ihn halten kann oder ob einer der europäischen Schwergewichte die Kohlen aus dem Feuer holen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Nachfrage nach dem kroatischen Verteidiger wird enorm sein.
