Ferrarelle erobert den hafen: neuseelands ac-klopper trinkt jetzt klar
Neuseeland segelt nicht nur nach Neapel – es knüpft sich an. Ferrarelle, das kohlensäurehaltige Wasser aus den vulkanischen Hügeln Riaros, wird offizieller Trinkwasserpartner der 37. America's Cup und gleichzeitig Co-Sponsor der Verteidiger vom Emirates Team New Zealand. Die Kiwis haben sich mit einem einzigen Pinselstrich in die Herzen der Partenopeer geschrieben: Auf dem Großsegel ihrer AC75 „Taihoro“ prangt ein türkises Lächeln – die berühmten Neapel-Schnauzbärte.

Die 37. cup-edition bekommt einen italischen geschmack
Grant Dalton, Chairman der America’s Cup Partnership, unterschrieb gestern im maritimen Sal des Reale Yacht Club Canottieri Savoia. Neben ihm: Carlo Pontecorvo, Präsident der Ferrarelle Società Benefit, und Matteo de Nora, Team Principal der Kiwis. Die Botschaft ist klar: Wer in Neapel 2027 angreift, trinkt aus der Quelle des Phlegräischen Feldes. „Ferrarelle steht für Nachhaltigkeit und Region“, sagte Dalton, „genau die Werte, die wir seit Jahren in die Tragflächen einbauen.“
Die AC75 „Taihoro“ lief bereits mit dem blauen Branding aus der Werft – ein PR-Coup, der in der Szene für Gesprächsstoff sorgt. Die Italiener um Luna Rossa müssen nun gegen ihre eigene Hydratation antreten. Ironie der Szene: Seit 1995 haben die Kiwis jeden Cup, bei dem sie nicht in der Heimat verteidigten, gewonnen.
Die Crew hat angekündigt, während der Testrennen im Golf von Neapel zusätzliche Trainingsfenster zu nutzen – angeblich, um die Flaschenlogistik zu testen. Insider wissen: Die Ingenieure wollen die Salzbelastung des Tyrrhenischen Meeres in die Simulationsmodelle einbauen. Ein Liter Wasser, ein Gigabyte Daten.
Die 2027er Regatta wird erstmals nach 1989 wieder vor der Kulisse des Vesuvs ausgetragen. Für Neapel bedeutet das rund 400 Millionen Euro Tourismusumsatz, für Ferrarelle einen globalen Werbewert von geschätzten 180 Millionen. Die Stadtverwaltung plant bereits, die U-Bahn-Linie 6 bis zum Hafen zu verlängern – damit Fans nicht dursten.
Ende August fliegt das Team nach Barcelona, um die neue AC40-Klasse zu testen. An Bord: 200 Kisten Ferrarelle. Grund: „Wir wollen sicherstellen, dass die Jungs auch bei 35 Knoten Spinnaker keinen Muskelkrampf bekommen“, sagt Performance-Director Dan Bernasconi. Die nächste Cup-Generation segelt nicht nur schneller – sie trinkt klare Struktur.
