Farioli triumphiert: porto-trainer erklärt geheimnis des erfolgs

Lisboa – Francesco Farioli, der Trainer von FC Porto, feiert mit seinem Team den Meistertitel. Doch der Triumph ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg – er ist das Ergebnis einer tiefgreifenden Veränderung im Verein, so der 37-Jährige in einem exklusiven Interview.

Einheit als schlüssel zum erfolg

Einheit als schlüssel zum erfolg

Farioli strahlte, als er neben dem Meisterpokal stand und scherzte, er wirke plötzlich 1,95 Meter groß und blond. „Die Wahrheit ist, dass ich der gleiche Mann bin“, betonte er. „Ich glaube, ich habe nicht besser gearbeitet als im Vorjahr. Im Gegenteil, ich denke, im vergangenen Jahr haben wir etwas Besseres und mehr geleistet.“ Der entscheidende Faktor sei, so Farioli, dass „jeder einzelne Teil dieses Clubs in die gleiche Richtung gegangen ist.“ Diese Aussage fasst das Geheimnis des Erfolgs perfekt zusammen. Es ging nicht nur um taktische Finessen oder individuelle Brillanz, sondern um eine kollektive Entschlossenheit.

Die Medien stürmten auf ihn, doch Farioli blieb gelassen und selbstsicher. Er blickte zurück auf das vergangene Jahr, von den Herausforderungen bis zum frenetischen Jubel vor 600.000 Fans in den Straßen von Porto – „etwas, das selbst meine philosophische Ausbildung nicht angemessen beschreiben kann“, so der Coach.

Für die niederländischen Kollegen betonte er, dass er die Arbeit im Vorjahr beim Ajax „besser“ fand, wo sich das Team jedoch „selbst sabotiert“ habe. Den Portugiesen unterstrich er die Bedeutung der „Portu-Familie“ und wie sehr er sich in der Stadt zu Hause fühlt. Den italienischen Reportern schloss er jedoch eine mögliche Rückkehr ab: „Ich habe bis 2028 verlängert. Hier habe ich eine Realität gefunden, die perfekt mit meiner Art, Fußball zu leben, harmoniert, und ich habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Präsident André Villas-Boas. Der Transfermarkt ist für mich kein zentrales Thema.“

Farioli ist bekannt für seine hohen Ansprüche und seine klare Linie. Er demonstrierte dies auch in seinem ausführlichen Gespräch mit den Medien, indem er deutlich machte, dass er bei Spielern, die nicht mehr mit voller Leidenschaft dabei sind, eine Konsequenz erwartet. „Ich habe den Spielern bereits gesagt: Wer am 1. Juli nicht die gleiche Leidenschaft mitbringt, kann sich auch nach einer Alternative umsehen.“ Ein deutliches Signal an den Kader.

Der Erfolg von Farioli in Porto zeigt, dass Fußball weit mehr ist als nur ein Spiel. Es ist eine Frage der Mentalität, der Einstellung und der Fähigkeit, eine Gemeinschaft zu formen. Und genau das hat der junge Trainer bewiesen.