Ehe-ski-boss pavlek: luxus-skandal erschüttert kroatien!

Ein Fall, der direkt aus Hollywood zu stammen scheint: Der ehemalige kroatische Skiverbandspräsident Vedran Pavlek (52) wurde in Istanbul festgenommen und schwebt nun in kroatischer Untersuchungshaft. Ihm wird ein gewaltiger Korruptionsskandal vorgeworfen, der den kroatischen Skisport um mindestens 30 Millionen Euro geschädigt haben soll. Ein tiefgreifendes Netz aus Scheinunternehmen und Luxusgütern zieht sich quer durch Europa.

Pavleks netzwerk: ein schatten über kontinenten

Die kroatische Antikorruptionsbehörde USKOK ermittelt seit längerem gegen Pavlek und seine mutmaßlichen Komplizen. Demnach soll er über einen Zeitraum von zwölf Jahren Gelder des Verbandes veruntreut haben, indem er Verträge mit internationalen Scheinfirmen abschloss. Die Leistungen wurden dabei nie erbracht. Die Spur des Netzwerks führt von Kroatien aus nach Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Monaco, Ungarn und sogar in die Slowakei. Ein wahrer Kontinent-überspannender Betrug!

Die veruntreuten Gelder flossen demnach in einen luxuriösen Lebensstil, inklusive Luxusgütern und Schönheitsoperationen. Rund ein Drittel der Summe, also etwa 10 Millionen Euro, soll auf ausländischen Konten Pavleks gelandet sein. Die kroatische Staatsanwaltschaft hat bereits einen internationalen Haftbefehl gegen Pavlek erwirkt und eine schnelle Auslieferung nach Zagreb gefordert.

Fluchtversuch scheitert: untersuchungshaft angeordnet

Fluchtversuch scheitert: untersuchungshaft angeordnet

Während die Gerichtsverhandlungen in Zagreb über die Untersuchungshaft verhandelt wurden, versuchte Pavlek offenbar, ins Ausland zu fliehen. Sein Plan scheiterte jedoch in der türkischen Metropole Istanbul, wo er festgenommen wurde. Die Behörden beschlagnahmten dabei ein Mobiltelefon und andere persönliche Gegenstände.

Das Gericht ordnete daraufhin eine einmonatige Untersuchungshaft für Pavlek und vier weitere Beschuldigte an. Die Befürchtung besteht, dass Pavlek zu fliehen, Zeugen zu beeinflussen oder weitere Straftaten zu begehen versucht. Der Fall wirft ein düsteres Licht auf den kroatischen Skisport, der sich erst vor Kurzem von Pavleks Rücktritt als Verbandschef erholt hatte.

Pavlek nahm zwischen 1992 und 1998 dreimal an Olympischen Spielen teil und hinterlässt nun ein Vermächtnis aus Korruption und Betrug. Die volle Tragweite des Skandals wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, doch eines ist klar: Der kroatische Skisport wird lange die Folgen dieses Vertrauensbruches spüren.