Chur scheitert am playoff-aus – doch zwei lebenszeichen kommen aus dem grauen
Die Luft im Hallenstadion von La Chaux-de-Fonds war noch nicht abgekühlt, da schickte der EHC Chur schon die nächsten Nachrichten in die Welt – zwei Vertragsverlängerungen, die lauter sagen als jedes Playoff-Aus.
Für berri geht’s ins vierte jahr im bündnerland
Fabian Berri, 25-jähriger Flügel mit dem Blick für die Lücke, bleibt. Er unterschreibt bis Sommer 2027. Für ihn kein Akt der Not, sondern der Konsequenz: 58 Punkte in 119 Spielen, dazu die unbeirrbar direke Art, mit der er jeden Check wegsteckt. «Er ist unser Motor in der Transition», sagt ein Vereinsinterner, «ohne ihn stehen wir still.»
Berri kam 2023 aus Thurgau als MyHockey-League-Kerl, stieg auf, blieb oben – und will nun den nächsten Anlauf. Die Zahlen wirken bescheiden, doch wer ihn live sieht, weiß: Seine 0,49 Punkte pro Spiel sind Gift für Gegner, die glauben, Chur lasse sich leicht einlochen.

Brun baut sein torhüter-tapezier weiter aus
Weniger auffällig, aber mindestens so wichtig: Alessio Brun. 21 Jahre, 91,1 % Fangquote, ein Shutout in 17 Einsätzen – und ein Vertrag, der bis 2027 reicht. Der junge Bündner war erst geliehen, dann geholt. Nun ist er die Nummer-eins-Option hinter einer Defensive, die im Viertelfinal gegen La Chaux-de-Fonds 18 Gegentore kassierte und dabei ihre Grenzen fand.
Brun spielt kein Lärm-Eishockey. Er steht still, bis er fliegen muss. Dann kommt seine 1,94 m-Reichweite zum Zug. Die Scouts des EVZ notierten sich sein Namen schon; Chur blockiert mit dieser Verlängerung ein halbes Jahr vorab.
Die Botschaft ist klar: Trotz 2:4-Serie und dem frühen Ende wollen die Grüblis nicht radikaler Umbau, sondern Kontinuität. Die Liga wird 2025/26 enger. Mit Berri und Brun behält Chur zwei Gesichter, die bereits wissen, wie sich Niederlagen anfühlen – und wie man daraus Power destilliert.
Die Playoff-Party ist vorbei. Die nächste Saison beginnt längst im Kopf. In Chur haben zwei Akteure schon zugesagt – und das reicht, um die Fans wieder nach vorn zu peitschen.
